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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 16.10.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 16.10.2014:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

Gold und Aktien

Die Standardaktien bleiben schwach und haben nun bereits deutlich korrigiert. Es fällt auf, dass wie von mir mehrfach angesprochen, die alten Kaufargumente (niedrige Zinsen, fehlende Anlagealternativen) nicht zählen, sobald die Märkte in Panik verfallen.

Die Korrektur war längst überfällig, die Frage ist nur, ob sie in einem Crash mündet oder nicht. Als Ziel für den S&P 500 wären im Crash-Szenario 1.520 Punkte zu nennen, was nochmals rund 18% unter dem aktuellen Niveau liegen würde. Es kann aber auch gut sein, dass wir uns zunächst stabilisieren.

Auffällig ist, dass auch bei den laufenden Quartalsberichten stets das Haar in der Suppe gesucht und auch gefunden wird. Stimmen die Gewinne, passt der Umsatz nicht oder es mangelt an einem noch positiveren Ausblick. Dies sind typische Situationen in Abwärtsbewegungen, in der einfach ein Grund vorgeschoben wird, um sich von Positionen zu entledigen.

Es werden auch die „vergötterten Aktien“ wie zum Beispiel NETFLIX angegangen. Das Papier verlor nachbörslich mehr als 100 USD. 

Ein möglicher Crash im S&P in die Region um 1.500 Punkte hört sich zwar sehr hart an, betrachten wir allerdings den Verlauf in den vergangenen 10 Jahren, so wäre dies eher gesund als übertrieben. Auffällig bleiben das anziehende Volumen in der Abwärtsbewegung und der deutlich steigende VIX als Krisenindikator (im Chart ganz unten): 


Quelle: www.stockcharts.com

 

Diese Korrektur bei den Standardaktien hat Gold wieder ins Spiel gebracht und das aus diversen Gründen. Zum einen als sicheren Hafen und harten Vermögenswert. Zum anderen aufgrund der Notenbanken. Denn diese kommen nun gewaltig unter Druck! Noch vor zwei oder drei Monaten war die FED wie immer deutlich zu positiv gestimmt für die US-Wirtschaft und Zinsanhebungen wurden ins Gespräch gebracht. Doch der starke US-Dollar und die nun laufende Aktienmarktkorrektur wirken wie ein Schlag ins Gesicht.

Kurz vor dem Ende von QE3 (geplanter Ablauf im Oktober) kommen die Märkte unter Druck und die Wirtschaft droht zu kippen. Dies war meine Einschätzung seit vielen Monaten, allerdings hat der Markt die Bewegung bei den Aktien nach oben und beim Gold nach unten bis zum letzten TropfenBlut ausgesaugt.

Die FED steht unter Druck und es kommen jetzt schon Stimmen auf, die weitere Stimuli von den Währungshütern fordern. Der Markt ist auf billiges Geld angewiesen und kann nicht ohne. Wird die Liquidität entzogen, kracht es. Sie kennen den Vergleich mit einem Drogenanhängigen. 

Ich gehe davon aus, dass die FED näher an QE4 dran ist, als an Zinserhöhungen.

Betrachten wir uns in diesem Zusammenhang das langfristige Bild vom Gold zu den Aktienmärkten. Sie sehen nachfolgend die Gold-Dow- Ratio von 1980 bis aktuell. Die Goldhausse startete zur Jahrtausendwende, nachdem die Aktien 20 Jahre besser liefen als Gold. Von 2001 bis 2011 haben wir eine massive Outperformance von Gold gegenüber den Aktienmärkten gesehen. 

Dieser Trend wurde ab 2011 unterbrochen. Jedoch ist es wichtig, sich das Big-Picture anzusehen. Gold bleibt im Verhältnis zu den Aktienmärkten auf Sicht der letzten 14 Jahre der Gewinner und wir gehen fest davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. 

 

Die Ratio hat sich abgekühlt (von 0,15 auf 0,07) und scheint nun einen Boden gefunden zu haben (oberhalb der 200 Tagelinie!).

Wir bleiben dem Gold treu, da keines der weltweiten Probleme mit dem Drucken des Geldes gelöst wurde. Schauen Sie sich in Europa um, wir stehen hier erst am Anfang einer neuen Gelddruckwelle der EZB! 


Quelle: www.stockcharts.com

 

 

 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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