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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 15.10.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 15.10.2009:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Gelingt es dem Autobau aus der Krisen-Kurve zu kommen?

Das hängt nicht von der Abwrackprämie und den deutschen Autokäufern ab, sondern zu 20 % von den Asiaten, ca. 15 % der Amerikaner, 30 % der Europäer und 15 % der Südamerikaner. Jeweils inklusive der ausländischen Produktionen in einigen Ländern, wofür der Auslandsanteil für die deutschen Konzerne mit rd. 77 bis 82 % die Rahmengröße darstellt.

Diese Zahlen geben Ihnen einen klaren Stand dessen, was bisher passiert ist. Die Gewinne seit Jahresanfang erscheinen noch einigermaßen moderat. Die Kursgewinne seit dem März-Tief sind teilweise spektakulär ausgefallen. 172 % und 184 % und im Schnitt rd. 145 % sind eindrucksvoll. Die absolute Ausnahme ist CONTI mit 263 %. Aber:

Schauen Sie sich die Differenz bis zu den alten Topkursen von 2007/2008 an. Das wäre der wohl spektakulärste Vergleich, der heute denkbar ist. Im Schnitt geht es um ein theoretisches Restpotential von ca. 50 % als grober Mittelwert.

Das Gewicht der Autobauer für die gesamtwirtschaftliche Erholung ist bekannt. Je nach Zuordnung liegt sie für jedes größere Industrieland zwischen 18 und 21 %. Dieser Anteil berechnet sich vom Band bis zur Werkstatt oder der Tankstelle. Die Tabelle unterscheidet zwischen den Autobauern und den Zulieferern im MDAX und SDAX. Im Fall SAF HOLLAND auch für LKW.

Der Branchenchart für den deutschen Autobau war längere Zeit durch die Besonderheit VW stark verzerrt. Ab Oktober ist er weitgehend normalisiert, weil nunmehr der berühmte VW-Unfall zeitlich eliminiert ist. Reicht das Potential für den gesamten Sektor von jetzt 550/560 bis 900, der Spitze von 2007? Es wäre die Schnittrechnung für die in der Tabelle einzeln aufgeführten Auto- und Autozulieferer. Man kann es ebenfalls im Schnitt mit über 50 % als Branchenerwartung einordnen. Bezogen auf den DEKA EZB-Score (Seite 2) läge voraussichtlich im Autobau die wichtigste Industriekomponente für das, was sich gesamtwirtschaftlich voraussagen läßt. Denn es liegt auf der Hand, daß es in Deutschland eine enge Verbindung zwischen Gesamtwirtschaft und Autobau gibt.

Vorschlag: Wir bauen die Autopositionen demnächst aus, obwohl das Restpotential „nicht ganz kurzfristig“ zu realisieren sein wird. Zu beachten ist dabei: BMW ist ein reiner PKW-Hersteller, DAIMLER ist ein PKW- und LKW-Hersteller. VW hat seine eigenen Kriterien auf dem Weg zum größten Autokonzern der Welt. Diese Kriterien hatten wir gesondert dargestellt. Doch wo läge ein möglicher zusätzlicher „Kick“?

PORSCHE steht im Moment vor einer technischen Hürde bei 60 €. Die Bewertung von PORSCHE ist außerordentlich komplex. Die bisherigen Preisfindungen für den Einstieg der Araber sind nicht das letzte Wort gewesen. Noch nicht geklärt ist, wie am Ende das Abfindungsangebot aussehen muß, das VW unterbreiten wird. Um diese Bewertung kreisen mehrere Gerüchte, wobei der Unterschied zwischen Stämme und Vorzüge wohl auch eine Rolle spielen wird. Natürlich war die Spitzenbewertung von 24 Mrd € inkl. VW-Aktien im Jahr 2007 ein Mondwert. Die aktuelle Bewertung mit rd. 10 Mrd € halten wir jedoch für zu niedrig. Der Orientierungskurs liegt nach dem jetzigen Stand der Erkenntnisse zwischen 80 und 90 €. Mithin: Bauen Sie die PORSCHE- Positionen aus. Gewinn bisher 16 %.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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