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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 06.11.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 06.11.2011:

Börsenbrief BÖRSE am Sonntag
BÖRSE am Sonntag

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Fidelity EMEA A-EUR

Die Welt hat inzwischen 7 Mrd. Erdenbürger. Die Menschheit wächst, insbesondere in den Schwellenländern. Dort stehen vor allem Indien und China im Fokus, doch es gibt noch andere Regionen, die zu Unrecht weniger beachtet werden. Die Investment-Gesellschaft Fidelity hat die Chancen, die sich dort bieten, erkannt und bietet mit dem Fidelity EMEA A-EUR einen Fonds an, der sich vor allem auf die aufstrebenden Länder Süd- und Südosteuropas mit Russland, Afrika und dem Nahen Osten konzentriert.

 

Fidelity erwartet, dass diese Regionen langfristig besonders gut von der wachsenden Nachfrage nach Rohstoffen, steigenden Konsumausgaben und der nötigen Infrastrukturentwicklung profitieren werden. Vor allem der Konsum in den aufstrebenden Ländern selbst dürfte der Investment-Gesellschaft zufolge enormes Potenzial bieten. Nach Daten der Weltbank werden bis zum Jahr 2030 rund 93% der weltweiten Mittelschicht in Ländern leben, die heute den sogenannten Schwellenländern zugerechnet werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es lediglich 56%. Mit steigendem Wohlstand steigt in der Regel die Konsumlust. Je höher das Einkommen, desto geringer wird der Anteil der Ausgaben, der für Nahrungsmittel aufgewendet werden muss. Zum einen werden höherwertige Nahrungsmittel nachgefragt, zum anderen steigt die Lust am Geldausgeben.

Wohin die Konsumlust führen kann, wird am Beispiel Brasiliens deutlich. Das Land ist heute der drittgrößte globale Markt für Kosmetika und Damenparfüms. Nigeria ist der größte Markt für das irische Guinness-Bier, jedenfalls nach Verbrauch. In Südafrika ist die Supermarktkette Shoprite beheimatet, die mittlerweile in 17 afrikanischen Ländern Läden unterhält und monatlich rund 60 Mio. Kunden zählt. Für Fidelity ist diese Entwicklung die wahre Wachstumsstory neben den klassischen Investments in Infrastrukturbedarf. Die Geschichte des Fidelity EMEA A EUR ist noch jung. Die ersten Anteilscheine wurden im Juni 2007 ausgegeben. Fondsmanager ist seit dem ersten Tag Nick Price. Er hat in dieser relativ kurzen Zeit im Vergleich zur Benchmark und im Vergleich zu anderen Fonds der Kategorie gezeigt, dass er erfolgreich agieren kann. In diesem Jahr hat der Fonds zwar rund 25% verloren, aber Investments in Emerging Marktes

sollten generell langfristig ausgerichtet sein. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Fondsmanager Price sagt: „Die Zukunft liegt in den Schwellenländern. Kurzfristig mögen Emerging-Markets-Aktien zwar immer wieder hinter den MSCI World zurückfallen, aber über die vergangenen drei, fünf und zehn Jahre lagen sie vorn.“

Höhere Kosten, die sich lohnen

Der Ausgabeaufschlag ist mit 5,25% recht hoch und auch die Gesamtkostenquote liegt mit 2,03% über dem Durchschnitt. Der Fonds ist aber auch mit Rabatten beim Ausgabeaufschlag bei verschiedenen Anbietern zu haben, außerdem kann der Fonds über Sparpläne erworben werden. Die 3-Jahres-Performance ist im Vergleich zum Durchschnitt der Morningstar-Kategorie besser. Das Risiko war dabei nicht höher, sodass der Fonds trotz seiner jungen Geschichte mit vier Sternen von Morningstar bedacht wurde.

Unbestritten ist, dass aufstrebende Märkte eine sehr vielversprechende Investment-Story zu bieten haben. Mit dem Fidelity

EMEA A-EUR konzentriert sich der Anleger auf Rohstoffreichtum und auf den aufstrebenden, konsumhungrigen Mittelstand. Zu kritisieren sind die verhältnismäßig hohen Kosten. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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