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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 05.11.2015

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 05.11.2015:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Facebook - In Wachstum investieren

GoPro hatte es bei der Verkündung seiner Quartalszahlen auf den Punkt gebracht: Das Unternehmen hätte zu wenig investiert, dadurch blieb das Wachstum hinter den Erwartungen. Unternehmen der Rohstoffindustrie investieren was das Zeug hält, doch aufgrund der purzelnden Rohstoffpreise reicht das gerade mal aus, den Umsatz stabil zu halten bei rückläufigem Gewinn.

Facebook sticht da positiv heraus: Das Unternehmen investiert kräftig und wächst entsprechend rasant. Der Umsatz ist um 41% auf 4,5 Mrd. angesprungen, erwartet wurden 4,37 Mrd. USD. Da ist es leicht zu verschmerzen, dass die Kosten des Umsatzwachstums den Gewinn beeinträchtigen. Der ist um 33% auf 57 Cents je Aktie angewachsen, erwartet wurden 52 Cents je Aktie. 

Bei diesem Umsatz- und Gewinnwachstum erwarten wir doch mal eine Bewertung, die dem doppelten Gewinnwachstum entspricht, also ein KGV von 33x2= 66, oder? Nun, das ist etwas hoch gegriffen, an der Börse wird derzeit nur ein KGV 2016e von 40 bezahlt, es gibt also noch Luft nach oben. 

Inzwischen schauen weltweit eine Milliarde Menschen täglich in ihr Facebook-Account. Die meisten verwenden ihr Smartphone dafür, Facebook generiert 78% seiner Einnahmen über Werbung im Mobilfunknetz, vor einem Jahr waren es noch 66%. Instagram hat inzwischen 400 Mio. monatliche Nutzer. 

Als besonderes Highlight hob CEO Mark Zuckerberg die Videoplattform von Facebook hervor, über die täglich 8 Mrd. Videos abgerufen würden. Künftig werde dieser Kanal weiter ausgebaut und zu Geld gemacht, aber auch WhatsApp, Messenger und Oculus (Virtual Reality). 

Also: Facebook ist erst am Beginn, Video, Instagram und andere Dienste zu Geld zu machen. Mit Facebook hat Zuckerberg bewiesen, dass er auch Smartphonenutzer zu Werbeeinnahmen machen kann, etwas, das in der Branche bislang den wenigsten gelungen ist. Mit den weiteren Plattformen wird das Wachstum noch eine Weile auf dem hohen Niveau bleiben und ich sehe keinen Grund, warum Facebook mit einem KGV von 40 belegt wird. Ich halte 40% Kursgewinn in den kommenden 12-18 Monaten für möglich und das würde dann gerade mal das aktuelle Wachstum widerspiegeln und noch nicht einmal zu einer höheren Bewertung führen, denn in 12 Monaten ist ja auch der Gewinn vermutlich um 40% höher. 

Die Aktei ist heute mit 6,5% im Plus, wir bleiben dabei. 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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