Erwarten Sie nicht zu viel vom kommenden Wochenende!

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 19.10.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Aktionärsbrief

Die Bilanz der letzten drei Wochen ist beeindruckend. Seit Anfang August war der DAX um rund ein Drittel eingebrochen und hat sich nun innerhalb von drei Wochen um 20 % erholt.


 

In der vergangenen Woche ging ein Großteil der Aufwärtsbewegung auf das Konto des bevorstehenden EUGipfels in Brüssel. Dort wird aller Voraussicht nach eine Aufstockung des EFSF-Rettungsschirms von 440 Mrd. auf 1 Bio. € beschlossen werden. Viele Anleger versprechen sich aber auch von dem Anfang November stattfindenden G20-Gipfel ein Patentrezept, mit dem die überbordenden Staatsschulden wirksam bekämpft werden können. Allzu optimistischen Erwartungen schob Bundeskanzlerin Merkel am vergangenen Wochenende aber einen Riegel vor, indem sie verlauten ließ: „Es gibt nicht die eine Lösung. Es gibt nicht den einen großen Wurf.“

Den gewünschten Effekt, nämlich die Erwartungshaltung auf ein realistischeres Maß zu senken, hat Merkel prompt erreicht. Das spiegelte sich auch im Marktgeschehen wider: Seit Anfang dieser Woche haben die Aktienkurse wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Nach dem Anstieg in den drei Wochen zuvor war eine Korrektur aber ohnehin wünschenswert.

Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Europa und den USA birgt einiges an Spannung. Erst im Juli war als Teil des neuen Griechenland-Hilfspakets vorgeschlagen worden, private Gläubiger, also vor allem Banken, über eine Abschreibung von durchschnittlich 21 % auf Griechenland-Anleihen an dem Paket zu beteiligen. Mittlerweile wird in Europa noch nicht einmal mehr hinter vorgehaltener Hand darüber diskutiert, diese Quote auf 50 % oder mehr anzuheben, was wohl auf freiwilliger Basis keine Bank mittragen würde. Das ginge wohl nur per verordnetem Schuldenschnitt. Das allerdings würde von den Rating-Agenturen als „Credit Event“ mit all seinen Konsequenzen angesehen werden. Genau das hatte man bisher mit allen Mitteln zu verhindern versucht.

Banken bleiben ohnehin im Kreuzfeuer. Fitch prüft die Abstufung mehrerer Großbanken, darunter die Deutsche Bank, Barlays, Credit Suisse, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Selbst für die niederländische Rabo-Bank, bisher so etwas wie der europäische „Rating-Fels“ in der Brandung, steht das bisherige Rating zur Disposition. Lloyds, RBS und UBS wurden von Fitch bereits heruntergestuft, ebenso wie BNP Paribas von Standard & Poor‘s.

In diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtig, eine vernünftige strategische Linie durchzuhalten und diese taktisch richtig zu realisieren. Das wird eines der zentralen Themen unseres Seminars am 5. November sein. Nach zwei Finanzkrisen hat sich vor allem für Privatanleger einiges geändert, um zum Erfolg zu gelangen. Das ist genau zu analysieren, um dann die gewonnenen Erkenntnisse im nächsten Schritt konsequent in die Tat umzusetzen. Welche das sind, erfahren Sie in unserem Seminar, zu dem wir Sie herzlich einladen. Anmeldung bitte unter www.bernecker.info. 

 

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