Ernteausfälle in den USA sind Dünger für den Maispreis

Veröffentlicht von BörseGo AG am 08.09.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Gold- & Rohstoff-Report

Zu trockenes Wetter in den US-amerikanischen Hauptanbaugebieten für Mais und die bevorstehende Hurrikan-Saison dürften das Ergebnis der Maisernte 2011 verhageln. Die Nachfrage bleibt derweil mindestens gleich hoch – gute Aussichten für steigende Preise.


 

Mehr als verdoppeln konnte sich der Preis für Mais zwischen Sommer 2010 und dem Frühling dieses Jahres. Hintergrund ist das knappe Angebot an Mais, das – trotz der größeren Anbauflächen – wohl auch in Zukunft knapp bleiben wird, weil angesichts der hohen Ölpreise die Nachfrage nach Ethanol, das aus Mais gewonnen wird, sehr stark ist.

Selbstverständlich wird es beim Maispreis mittelfristig immer wieder zwischenzeitliche Korrekturen nach unten geben. Auf lange Sicht sprechen fundamentale Gründe aber wohl für weiter steigende Kurse. Derzeit tendiert der Maispreis seit einigen Monaten seitwärts – angesichts von Ernteausfällen in den USA und der bevorstehenden Hurrikan-Saison handelt es sich allerdings wahrscheinlich um die Ruhe vor dem Sturm!

Jüngste Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) deuten nämlich auf eine zunehmende Verschlechterung der Qualität der Maispflanzen innerhalb der USA hin. Vor allem die über Wochen oder sogar Monate hinweg trockene Witterung in weiten Teilen der USAnbaugebiete sorgt dafür, dass die Prognosen für die kommende Ernte nach unten revidiert werden müssen. Bei Mais rechnet die USAgrarbehörde zwar noch immer mit einer Ernte von 12,9 Milliarden Scheffel; das private Analysehaus Informa hat seine Ernteprognosen dagegen bereits eingedampft und erwartet nur noch 12,7 Milliarden Scheffel. Experten rechnen nun damit, dass auch die offiziellen Zahlen bald der Realität auf den Feldern angepasst werden. Für den Markt könnten diese offiziellen Zahlen ein weiteres Signal dafür sein, dass das weltweite Mais-Angebot in diesem Jahr schwindet – immerhin sind die USA mit Abstand größter Mais-Produzent der Welt.

Beim Blick auf die globale Nachfrageseite von Mais fällt auf, dass 78% der Gesamtmenge dieses Agrarrohstoffs entweder als Nahrungsmittel dienen oder an Nutztiere verfüttert werden – angesichts der stetig steigenden Weltbevölkerung ein Hinweis auf die geringe Nachfrageelastizität von Mais. Entgegen den weitläufigen Überzeugungen liegt die weltweite Nachfrage aus der Bio-Sprit-Produktion im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Doch selbst von Seiten der Bioethanol-Produzenten ist kaum eine geringere Nachfrage nach Mais zu erwarten – schließlich bleibt Öl im langfristigen Vergleich trotz der jüngsten Konjunktursorgen noch immer teuer – mit steigender Tendenz.

Aus charttechnischer Sicht wächst der Maispreis für mittelund langfristig orientierte Anleger zwar nicht in den Himmel, aber dennoch stetig: Jenseits der Marke von 789 US-Dollar bildet der Rohstoff ein neues Hoch aus und kann im Sinne der Dow-Theorie gekauft werden.

Den Seitwärtstrend nach unten begrenzt die Marke von 620 US-Dollar. Sollte der Kurs unter diese Marke fallen, drohen weitere Verluste.

Unser Fazit: Die Marktsituation bei Mais ist für mittelund langfristig orientierte Anleger vielversprechend! Bereits vor Beginn der US-HurrikanSaison gibt es deutliche Hinweise auf ein schwindendes Angebot in den USA als größter Maisproduzent der Welt. Zugleich bleibt die Nachfrage nach Mais stabil und dürfte sich mittelfristig weiter erhöhen. Aufgrund der Konsolidierung während der vergangenen Monate könnte Mais zudem auch aus markttechnischer Sicht reif für neuerliche Kursgewinne sein. 

 

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