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Veröffentlicht von Redaktion am 06.06.2012

Edelmetall-Serie: Zwischenerholung...

Edelmetall-Serie: Zwischenerholung...

Der Jubel unter den Edelmetall-Anlegern nach dem Sprung des Goldpreises über die Marke von 1.600 US-Dollar am vergangenen Freitag war groß. Die Kommentatoren sind jetzt wieder optimistisch und feiern die Fortsetzung der Goldhausse. Doch die Tatsache, dass der Optimismus nach einer Konsolidierungsphase von nur wenigen Wochen sofort wieder um sich greift, gibt uns zu denken. Aus antizyklischer Sicht wäre es besser gewesen, die Anleger hätten die Sache mit mehr Skepsis und Misstrauen aufgenommen.

 

Tatsache ist zunächst einmal: Der seit September 2011 bestehende Abwärtstrend beim Gold ist vorerst intakt und auch die 200-Tage-Linie hat Mitte Mai zum ersten Mal seit 2008 nach unten gedreht. Auch der gleitende 50-TageDurchschnitt hat diese wichtige Trendlinie kürzlich von oben nach unten durchkreuzt. Damit ist ein langfristiges Verkaufssignal entstanden. Achten Sie auf die rote Markierung in Abbildung 42. Das längerfristige Bild zeigt Abbildung 43. Hier zeigt sich, dass sich auch der gleitende 50-Wochen-Duchschnitt allmählich abzuflachen beginnt. Achten Sie auf die blaue Linie. Das entscheidende Signal für eine Fortsetzung der Goldhausse wäre ein Sprung der Notierungen über die Marke von 1.676 US-Dollar, und zwar auf Basis der Wochenschlusskurse.

Ermutigend ist die Tatsache, dass die jüngsten Kursanstiege bei den Edelmetallen von steigenden Umsätzen etwa bei den beiden Edelmetall-ETFs mit den US-Kürzeln GLD (Gold) und SLV (Silber) begleitet waren. Das deutet darauf hin, dass jetzt zumindest eine längere Seitwärtsbewegung anstehen könnte. Von neuen Höchstkursen würden wir vorerst allerdings nicht sprechen. Was die physischen Bestände angeht, bleiben wir natürlich bei unserer Einschätzung: Gold bleibt ein zentrales Element in jedem Anlegerportfolio. Aktuell bietet sich noch einmal eine günstige Gelegenheit, um bestehende Positionen aufzustocken, ganz besonders gilt das auch für das Silber. Die langfristige Betrachtung zeigt, dass die Notierungen an einer wichtigen Unterstützungszone im Bereich von 28 US-Dollar angekommen sind. Achten Sie auf die rote Linie in Abbildung 45.

Nach dem jüngsten Paukenschlag beim Gold ist auf Sicht der kommenden Wochen vieles möglich – ein Preissturz allerdings kaum. Einer der wichtigsten Gründe für einen weiterhin robusten Goldpreis liefert Asien: Insbesondere in China ist die private Goldnachfrage weiterhin so hoch, dass jeder Preisrückgang zu massiven Käufen genutzt wird. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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