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Veröffentlicht von Performaxx-Anlegermedien GmbH am 14.04.2009

Eckert & Ziegler: Stark mit Strahlen

Eckert & Ziegler: Stark mit Strahlen

Einen vergleichsweise krisenresistenten Sektor finden Investoren in der Medizintechnik. Die Nachfrage ist relativ unelastisch, denn selbst in einer Rezession werden weiterhin notwendige Untersuchungen durchgeführt. Deutschland gehört weltweit zu den führenden Ländern im Bereich Medizintechnik und Lifescience.

Ein höchst interessantes Unternehmen daraus ist die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, die sich auf die Entwicklung und Herstellung von schwach radioaktiven Strahlenquellen und Komponenten für den medizinischen, industriellen und wissenschaftlichen Bereich spezialisiert hat. Die Papiere sind günstig bewertet und bestechen durch eine niedrige Volatilität.

Die Berliner Gesellschaft setzt voll auf den Bereich Industrie & Nuclear Imaging, der eine wesentliche Rolle in der Funktions-, Stoffwechsel- und Lokalisationsdiagnostik spielt. E&Z stellt Kalibrier- und Referenzstrahler für so genannte Gamma-Kameras und Positronen-Emissions-Computertomographen (PET) her. Die Bedeutung des Verfahrens wächst durch den Umstand, dass sich damit zunehmend mehr Krankheiten diagnostizieren lassen. Nach eigenen Angaben verfügt E&Z hier über einen Marktanteil von 65 %. Darüber hinaus ist E&Z in einigen Nischen des Isotopenmarktes zumindest europaweit führend. Das Geschäft selbst ist aufgegliedert in Therapie, Nuklearmedizin & Industrie sowie Radiopharmazie.

Das Geschäft brummt

2008 erzielte E&Z ein sattes Umsatzplus von 32 % auf 71,6 Mio. Euro – es war das fünfte Umsatzplus in Folge. Der Gewinn nach Steuern lag um Sondereffekte bereinigt bei 1,10 Euro je Aktie, ein Zugewinn von 23 % gegenüber 2007. Die Sanierung und Integration der belgischen IBt, eines ehemaligen Konkurrenten, kostete 2,3 Mio. Euro. Auch das Segment Radiopharmazie, in dem hohe Entwicklungsaufwendungen das Ergebnis belasteten, bescherte rote Zahlen, konnte aber sein Minus gegenüber 2007 immerhin halbieren. Besser abzulesen ist die Geschäftstätigkeit am EBIT, das um zwei Drittel auf 9,5 Mio. Euro stark anstieg. Das Segment Radiopharmazie profitierte von der gewachsenen Nachfrage nach radioaktiven Kontrastmitteln für die Krebsdiagnose und dem regen Interesse an der neuen Synthesemodulfamilie „Modular Lab“. Aufgrund der unter dem Strich guten Geschäftszahlen erhöht E&Z auch seine Dividende. Sie wächst von zuvor 0,25 auf 0,30 Euro je Aktie. Das ergibt eine Dividendenrendite von mehr als 4 % bei aktuellen Kursen von rund 7 Euro. Davon abgesehen bleibt die Cash-Position zum letzten Stichtag 31. Dezember mit 7,3 Mio. Euro äußerst komfortabel – das ist ungefähr ein Viertel der gegenwärtigen Marktkapitalisierung.

Neue Umsatzdimension voraus

Zwar führte die Übernahme der belgischen IBt zu Belastungen in der Bilanz, auf längere Sicht sollte sich die Akquisition des ehemaligen Wettbewerbers aber rentieren. Durch die Bilanzverlängerung infolge des IBt-Zukaufs verringerte sich die Eigenkapitalquote von 54 auf zuletzt 43 %. Das war aber nicht die einzige Akquise. Die andere war die nuclitec GmbH, von der sich E&Z Synergien in Produktion und Vertrieb innerhalb des Industriesegments verspricht. Im laufenden Geschäftsjahr dürfte die neue Tochtergesellschaft einen Umsatzbeitrag von 25 Mio. Euro liefern, was in der Summe auf einen Gesamtkonzernumsatz von rund 100 Mio. Euro hinauslaufen sollte. Damit hätte E&Z eine ganz neue Dimension erreicht.

Im Vergleich günstig

Zieht man eine Vergleichsgruppe heran, die beispielsweise aus Carl Zeiss Meditec, WaveLigth, aap Implantate und Pulsion besteht, so zeigt sich eine rund 20 % günstigere Bewertung als die Peer Group, vor allem wenn man 2009 aufwärts betrachtet (aufgrund der Zukäufe, die im vergangenen Jahr noch nicht ihre Wirkung entfalten konnten). Demnach sollte E&Z bei rund 9 bis 10 Euro notieren. Zudem liegt der aktuelle Kurs nur etwa bei der Hälfte des Buchwertes der Eckert & Ziegler AG. Oder kürzer formuliert: Die Gesellschaft ist sowohl relativ als auch absolut ein Schnäppchen.

Fazit

Die Aktien sind keine Himmelsstürmer, große Reichtümer waren damit in der Vergangenheit nicht zu verdienen. Allerdings fehlt dem Papier auch die hohe Volatilität, wie sie bei anderen Aktien vor allen in den vergangenen Monaten durchweg an der Tagesordnung war. Unser Kursziel liegt bei 9 bis 10 Euro, was vom jetzigen Niveau aus noch mindestens 30 % Potenzial impliziert. Mehr kann man von einem soliden Unternehmen in einem herausfordernden Kapitalmarktumfeld kaum erwarten.

Für den Inhalt dieses Artikels ist die Redaktion des Performaxx-Anlegerbriefs verantwortlich. Der Performaxx-Anlegerbrief zählt mit einer Musterdepotperformance von über 607 % seit 1.1.2001 zu Deutschlands erfolgreichsten Börsenbriefen.

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