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Veröffentlicht von Redaktion "BÖRSE am Sonntag" am 16.05.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 16.05.2010:

Börsenbrief BÖRSE am Sonntag
BÖRSE am Sonntag

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

DWS Select-Invest

Die starken Kursschwankungen der vergangenen Wochen machen kurzfristig orientierte Engagements besonders lukrativ, wenn das Timing stimmt. Zu einer erfolgreichen Schnäppchenjagd und anschließenden Gewinnmitnahmen gehört allerdings viel Erfahrung, über die der Manager des DWS Select-Invest verfügt. Henning Gebhardt leitet den Deutschland-Fonds seit 2000. In den meisten Jahren schlug er den DAX klar. Wenn sein opportunistischer Investmentansatz auch 2008 versagte, so liefen die ersten Monate in diesem Jahr doch vielversprechend.

In Zeiten hoher Volatilität wie in den vergangenen Monaten sind Fonds im Vorteil, die Derivate einsetzen. Mit Futures und Optionen lassen sich kurzfristige Marktbewegungen ertragreicher einfangen als mit Aktien. Davon profitiert der DWS Select-Invest. Denn das Team von Manager Henning Gebhardt bringt eine ausgeprägte Expertise in Derivaten und langjährige Erfahrung mit. In Krisenzeiten ein enormer Vorteil: Von 2001 bis 2003 schnitt der Fonds um ein Drittel besser ab als der DAX. Ein solcher Erfolg ist nicht beliebig wiederholbar, wie das Jahr 2008 zeigte: Die Baisse erwischte Gebhardt auf dem falschen Fuss und er verlor 7,8% im Vergleich zur Benchmark. Diesen Rückstand holte er bisher nicht auf. Langfristig – seit Mai 2010 – zählt der DWS Select-Invest aber zu den Besten in der Kategorie Aktien Deutschland. Deutsche Bank größte Position im Portefeuille Das Anlageuniversum bilden die Titel des DAX, MDAX, TecDAX und SDAX. Bis zu 15% des Vermögens dürfen in andere Unternehmen investiert werden. 2007 begann Gebhardt verstärkt auf Nebenwerte zu setzen und erhöhte deren Anteil auf rund drei Fünftel des Portfolios. Industriekonzerne wie Continental (4,1% des Vermögens), KSB (3,4%) und Bauer (2,8%) spielen nun eine wichtige Rolle im Portefeuille. Unter den Bluechips bilden die Deutsche Bank (8,5%), E.ON (4,9%) und Volkswagen Vorzüge (3,5%) die grössten Positionen. Seit Langem sind im Fonds Technologietitel wie SolarWorld oder freenet (jeweils 2,7%) vertreten. In der Regel setzt sich das Portfolio aus 40 bis 70 Aktien zusammen, die jedes Jahr ein bis zwei Mal umgeschlagen werden. Hinzu kommen Optionen und Futures, mit denen er den Investitionsgrad auf über 100% anheben kann. Seit der Verschmelzung des DWS Deutsche Aktien 130/30 auf den Select- Invest im Herbst 2009 geht der Fonds auch grössere Wetten auf steigende und fallende Kurse einzelner Aktien ein. Der Investmentprozess basiert auf einem Top-Down-Ansatz: Durch die Über- und Untergewichtung einzelner Sektoren werden langfristige Trends wie zum Beispiel Demographie oder Klimawandel erfasst. Für die Titelauswahl kommt es vor allem auf den Cashflow Return on Investment an. Unternehmensbesuche und Gespräche mit dem Management liefern weitere Informationen und Argumente für die Anlageentscheidungen. Denn bei der DWS sind Fondsmanager in der Regel auch Aktienanalysten: Eine Trennung zwischen beiden Funktionen gibt es nicht. Vergütet werden die DWS-Fondsmanager mit einem Fixgehalt und einem Bonus, der durch den Vergleich mit der Benchmark und der Peergroup ermittelt wird. Dabei zählt die Performance eines Jahres 50%, der vergangenen drei Jahre 30% und der letzten fünf Jahre 20%. Eine Performance-Fee muss der Anleger trotzdem nicht zahlen. Die gesamte Gebührenbelastung hält sich mit 1,4% jährlich in Grenzen. Der Ausgabeaufschlag von bis zu 5% lässt sich durch Orders an der Börse drastisch reduzieren: In Frankfurt zum Beispiel liegt der Spread zwischen An- und Verkaufskurs bei 0,76%.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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