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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 14.07.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 14.07.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die Zahlen fürs zweite Quartal werden mit großer Spannung erwartet.

Nicht nur, um die Bewertung der einzelnen Unternehmen zu überprüfen, sondern auch um den Fokus der Märkte zu neuen Überlegungen hinzuführen. In den ersten 6 Monaten des Jahres gingen die Unternehmensmeldungen angesichts der Euro-Krise mit allen Konsequenzen unter. Diese ebbt nun ab, so dass den Unternehmen wieder mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden kann.

Was ist zu erwarten? Der schwache Euro wird sich in den europäischen Unternehmens-ergebnissen positiv bemerkbar machen. Bei den US-Unternehmen hat die Aufwertung des Dollars dagegen bremsenden Effekt. Währungsbedingte Einflüsse sind aber immer Einmaleffekte, insbesondere, wenn sie von einer solch hohen Volatilität begleitet wurden. Die Erwartungen an die Unternehmen sind nicht sehr hoch. Es wird, wie schon Ende des ersten Quartals, den Unternehmen leicht fallen, die Erwartungen der Analysten zu übertreffen. Insgesamt wirken die Gewinnschätzungen für 2010 und 2011 zu niedrig. So wie sie heraufgesetzt werden, entsteht Kursfantasie für die Aktie. Der Ausblick für das dritte Quartal bzw. zweite Halbjahr liefert die zweite Komponente für die Aktienmarkttendenz der kommenden Monate. Steigende Aktienkurse bedingen positive Erwartungen in der Zukunft. Solide Zahlen für die ersten 6 Monate werden geringe Wirkung haben, wenn der Ausblick für die Zukunft gedämpft bleibt. Die dritte Komponente ist die Stimmung der Vorstände. Wer tief stapelt, wird auch mit tiefen Kursen belohnt. Neben der Prognose sind also auch die Vorstände gefragt, eine entsprechende Story gekonnt zu formulieren. Das muss nicht waghalsig sein, aber die konservative Zurückhaltung der letzten 18 Monate muss abgelegt werden. Favoriten gibt es noch nicht. Große internationale Industriekonzerne bieten das solideste Investment, während High-Tech die größte Dynamik und Banken das höchste Risiko mit sich bringen. So in etwa fällt die grobe Beurteilung aus. Das Gleiche gilt für regionale Unterschiede. Die US-, deutschen und Schweizer Börsen bilden das Spitzentrio. Danach kommen alle anderen. Dort sitzen die interessantesten Unternehmen, auf die man bauen kann. Fazit: Üben Sie sich in Geduld. In den nächsten Wochen ist der Kalender pickepackevoll und die vorgelegten Zahlen werden mit Sorgfalt zu interpretieren sein. Die erste Reaktion des Marktes auf die Zahlen ist dabei nicht entscheidend. Wichtiger ist, ob sich daraus eine Tendenz für den Herbst erkennen lässt, auf die man dann ab Mitte August schon spekulieren kann.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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