Die Wirtschaftsstimmung kippt

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 11.08.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Actien-Börse

Der Ansatz ist begründet und er kündigte sich bereits via ifo, ZEW, GfK und Einkaufsmanagerindex an. Was nehmen die Märkte vorweg oder in welchem Umfang werden sie den noch anstehenden Konjunkturdaten folgen?


 

Wie sich die Märkte in Relation zum Konjunkturverlauf seit 1995 jeweils verhielten, zeigt die nebenstehende Grafik. Von 1995 bis 2000 schwankte zwar die Wirtschaftsstimmung in kleineren Zyklen, aber die Märkte haben diese weitgehend ignoriert. Es wurde eine sehr starke Hausse vor dem Bild einer grundsätzlich stabilen Konjunktur und der sich aufbauenden Internet-Blase. Ein ähnliches Bild zeigte die Entwicklung von 2003 bis 2008. Relative Stabilität in der Stimmung und eine bedeutende Hausse-Tendenz an den Märkten, getrieben auch durch die „DeutschlandStory“, wie sie vom Ausland, insbesondere von den Angelsachsen, gespielt wurde. Auch hier wurden kleinere Zyklen in der Konjunktur weitgehend ausgeblendet. Erst das Platzen der New Economy 2001 und die Finanzkrise zeigten wieder Gleichschritt: Börse und Wirtschaft stürzten Parallel in ein markantes Minus.

Der Verlauf 2009-2011: Die markante Erhöhung in der Stimmung ging eigentlich der Kurserholung weit voraus. Wäre der DAX dieser Stimmung 1:1 gefolgt, läge er bei über 9.000. Die Ursache dafür, dass dies nicht geschah, haben wir vor zwei Wochen erklärt. Mithin: Was wird der Markt nun einpreisen, wenn sich die Wirtschaftsstimmung eintrübt? Überhaupt: Wie weit kann sie sich eintrüben und wie stellt sich darauf die DAX-Familie ein? Diese spannende Frage wird den Herbst bestimmen. Nicht in der endgültigen Tendenz, aber im Denkansatz. 

 

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