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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 17.02.2011

Die US-Administration unter Barack Obama denkt über eine Senkung der Körperschaftssteuer nach

Die US-Administration unter Barack Obama denkt über eine Senkung der Körperschaftssteuer nach

Derzeit liegt der Steuersatz für amerikanische Unternehmen bei 35 Prozent. Der Finanzminister Timothy Geithner regte am vergangenen Dienstag eine deutliche Kürzung unter die Marke von 30 Prozent an. In dieser Größenordnung bewegen sich auch die Steuersätze in den Ländern, mit denen die USA den meisten Handel betreiben.

Die Unternehmenssteuerreform könnte Teil einer groß angelegten Überarbeitung des amerikanischen Steuersystems werden. Präsident Obama will für eine weitere Amtszeit gewählt werden. Er könnte mit diesem Thema auf der Agenda in den Wahlkampf ziehen und auf Versöhnungskurs mit der durch die Gesundheitsreform strapazierte Wirtschaft gehen. Im November 2012 steht die nächste Präsidentschaftswahl auf der Agenda. Wahlkampfjahre waren für die Börse in den vergangenen Jahrzehnten stets gute Jahre. Eine niedrigere Körperschaftssteuer würde Spielraum für Investitionen und neue Arbeitsplätze schaffen. Der US-Arbeitsmarkt konnte sich trotz des Wirtschaftsaufschwungs bislang kaum erholen. Es bleibt allerdings die Frage, wie eine solche Steuersenkung angesichts des ausufernden Haushaltsdefizits finanziert werden soll. Gelingt den Demokraten dieser Spagat durch Einsparungen an anderer Stelle, darf Barack Obama pünktlich zum Auftakt des Wahlkampfes mit einer kräftigen Brise Rückenwind rechnen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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