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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 19.05.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 19.05.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die Staaten stehen mit dem Rücken zur, Wand aber die Unternehmen sind so fit wie seit 2007 nicht mehr.

Das ist das Resümee des 1. Quartals und bestimmt das derzeitige Marktgeschehen. Dabei gehen Anleihen- und Aktienmärkte getrennte Wege, wie in den letzten Wochen beschrieben. In Ihrer Anlagestrategie muss sich das widerspiegeln. Die Ausgangslage stellt sich unmittelbar wie folgt dar. Der Euro ist zunächst einmal überverkauft. Knapp unter 1,23 $ je Euro war erst einmal Schluss und die Gegenbewegung kann locker bis 1,28 oder 1,30 gehen.

Das ändert nichts am Trend, bringt aber erst einmal eine gewissen Entlastung in den Köpfen der Marktteilnehmer. Die Präferenz für den Dollar und den Franken bleibt danach weiterhin hoch. Das macht für sie auch US- und Schweizer Aktien sehr interessant. Das Kapital wechselt von den sicheren in die rentablen Häfen. Das heißt, es fließt zunehmend in Aktienmärkte, die jetzt als einzige eine rechenbare Verzinsung des Eigenkapitals bieten. Deswegen sind die Aktienmärkte ungewöhnlich fest, obwohl die Anleihen- und auch die Devisenmärkte von Nervosität gebeutelt werden. Dahinter steht auch folgende Erkenntnis: Die Sanierung der Staatshaushalte ist ein langwieriger Prozess mit vielen Umständlichkeiten und Querelen. Setzen die Europäer die angekündigten Sparpläne um, wird es das europäische Wachstum deutlich beeinträchtigen. Die Belastung fällt aber in den Bereich des öffentlichen Sektors und belastet die börsennotierten Unternehmen so gut wie gar nicht. Auch dies zwingt Kapitalanleger dazu, sich an dynamischen Unternehmen zu beteiligen. Die Außenwert des Euros spielt in diesem Zusammenhang nicht die entscheidende Rolle. Die Hysterie über mögliche Inflationen ist sachlich unbegründet und irreführend. Ein sinkender Außenwert des Euros ist kurzfristig sogar positiv und wird erst dann zur Belastung, wenn der Kapitalmarkt Risikoaufschläge in Form höherer Zinsen veranschlagt. Ansonsten liegt in der Entwicklung des Euro-Kurses kein besonderer Schaden, er ist nur peinlich und enttäuschend. Fazit: Fahren Sie Ihre Aktienengagements deutlich hoch. Mit dem Rückenwind institutioneller Käufer am Markt ist eine unerwartet starke Aktientendenz in den nächsten Monaten wahrscheinlich. Wir liegen nur knapp unter den Topps vom April und der Markt zeigt bei hohen Umsätzen eine feste Tendenz. DieVolatilität ist allerdings noch etwas hoch. Sowie wir neue Topkurse erreichen, kommt es schnell zu einer Beschleunigung und man muss darauf achten, nicht hinterherzulaufen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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