Die Reduzierung der Wachstumsprognosen für die Wirtschaft in den Euroländern ist infolge der Griechen-Krise klar eingegrenzt.

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 01.03.2012
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Actien-Börse

Sicher ist jetzt: Die Mehrzahl aller Prognosen bewegt sich bis zur Stunde für das Wachstum dieses Jahres um 0,5 bis 0,6 %. Für Deutschland sieht es noch immer am besten aus:


 

Die KfW-Prognose kommt unseren bisherigen Schät- zungen am nächsten. Sie rechnet mit plus 1,2 % in diesem Jahr. Sie stützt sich dabei überraschend auf jene zwei Sektoren, nämlich Konsum und Bau, die bislang völlig anders eingeordnet wurden. Aber der Immobili- enmarkt hatte sich bereits im letzten Jahr mit plus 5,5 % Preisauftrieb als große Überraschung erwiesen. Es wurde sogar ein Verdoppelung gegenüber 2010. Die deutsche Gesamtkonjunktur erhält damit zwei wesentliche Stützen per 2013, denn bisher beruhte der deutsche Aufschwung vor allem auf dem Export. Dieser Rollenwechsel wird der wichtigste weitere Indikator mit interessanten Folgen. Nämlich einer enormen Breitenwirkung gegenüber den sehr speziellen Trends für Autos, Maschinen oder Chemie, siehe Seite 6. Hier ist wichtig:

Keine dieser beiden Sektoren ist von der Euro-Krise berührt. Im Gegenteil, sie werden sogar eher stimuliert. Baugeld ist so billig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ausschließlich dank der EZB-Geldpo- litik mit 1 % Zins. Die Anleihenrenditen liegen auf Tiefstniveau für alle Refinanzierungen der Banken, was zu Super-Konditionen für Baugeld führt. Der Bau- und Immobilienmarkt hat für die deutsche Wirtschaft eine Gewichtung um etwa 6 bis 8 % über alle Sparten hinweg. Wir sagen deshalb keinen Bauboom und keine Baublase voraus, aber eine tragende Säule für die Konjunktur. Interessant ferner: Erstmals seit längerem neigen die Deutschen zur Reduzierung ihrer extrem hohen Sparquote, die auch krisenbedingt war. Sie konsumieren mehr! 

 

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