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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 14.10.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 14.10.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Die Perspektiven für die Herbst-/Frühjahrsrally sind unverändert

Im September sah es so aus, als ob der Ausbruch des DAX gelingen könnte. Das ergab eine Spitze bis 6.386, jedoch nur für einen Tag. Die neuen Ängste um Eurobanken und Euroländer nebst Stresstest und Basel III-Vorschriften haben dies verhindert. Jetzt läuft ein weiterer Anlauf.

Der ungewöhnlich volatile Verlauf der ganzen Konsolidierung ist nebenstehend gut nachzuvollziehen. Es gibt dazu keinen Vergleich in den letzten 40 Jahren. Als erster gelang in der vergangenen Woche dem MDAX ein Ausbruch, der nur noch der Bestätigung bedarf. Für den DAX erwarten wir den Ausbruch aus dieser Konsolidierung noch in diesem Monat, vorbehaltlich, dass auch die amerikanischen Indizes weiterhin das Vorbild bleiben und eine sehr ähnliche Konsolidierung absolvierten. Unterstützend wirkt dabei: Ein derart durchgerüttelter Markt enthält weder größere Long- noch größere Short-Positionen. Denn alles, was in dieser Konsolidierung passierte, war Day-Trading. Niemand wagte über den Sommer hinaus, nennenswerte Aktienpositionen als echte Investments aufzubauen. Das ergibt folgende mögliche Szenarien: 1. Ein Ausbruch aus dieser Konstellation wäre gleichzusetzen mit einem Startschuss, da alle dem gleichen technischen Signal folgen werden und müssen. Insbesondere, wenn alle unterinvestiert sind. Das ist die größere Chance, noch vor Weihnachten. Eine andere Variante: 2. Langsamer Anstieg der Kurse nach einem Breaksignal und spätere Beschleunigung. Dafür spricht, dass bis zum Bilanztermin 31.12. nur noch 11 Wochen verbleiben, abzüglich der unmittelbaren Weihnachtstage vielleicht 9 Wochen. Ob in dieser kurzen Zeit nach einer so langen Konsolidierung solche Entscheidungen fallen, ist sehr fraglich. Die Ziele für DAX und MDAX hatten wir wie folgt beschrieben, wobei es bleibt: 1. Das Minimum-Ziel für den DAX schätzen wir bis Frühjahr auf 6.500/6.600 und im MDAX mit 9.500 bis 9.800, also leicht angehoben. 2. Das Maximum-Ziel für den DAX erwarten wir mit 7.200 bis 7.400 bzw. 10.000 für den MDAX. Ergo: 3. Die mittleren Erwartungsziele stellen sich damit auf 6.800 für den DAX und 9.800 für den MDAX. Bitte unterscheiden Sie zwischen den langfristigen Zielen, die sich im Laufe des gesamten Konjunkturzyklus errechnen lassen, und den relativ kurzfristigen Zielen bis Frühjahr nächsten Jahres. Die Erklärung liegt in den unterschiedlichen Ertragstrends in den jeweiligen Branchen/Sektoren, wie die überraschende Autorally im Sommer dieses Jahres gezeigt hat, oder auch die ebenso überraschende, sehr gute Entwicklung in der Chemie. Das Gegenteil sind die politischen Bremsen in den Versorgern und Solarwerten, die mit der Ertragsqualität wenig zu tun haben. Unverkennbar: Die größte Dynamik im MDAX kommt von den größten Exportgewinnern der deutschen Industrie. Sie haben in der Finanzkrise ungewöhnlich viel verloren und deshalb auch sehr viel wieder aufzuholen. Es war die Exportstory schlechthin. Wie das Ausland deutsche Firmen einschätzt bzw. beurteilt, zeigen die jüngsten Übernahmeversuche. So bei HOCHTIEF und DEMAG CRANES, gerüchteweise das Interesse von PROCTER & GAMBLE an BEIERSDORF und noch immer ADIDAS, wofür es ebenfalls Gerüchte gibt. Den Fall SAP analysierten wir vor 8 Tagen. Wer ist der nächste?

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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