Die nächste Generation der Emerging Markets-Zertifikate

Weimer Media Group GmbH
Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 12.02.2009
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

zertifikate kompakt

Es gibt abgesehen vom Rohstoff- Sektor wohl kaum ein Marktsegment, in dem die Zertifikate-Branche die Investmentmöglichkeiten der Anleger so revolutioniert hat wie bei den Emerging Markets. Durch Zertifikate ist es Anlegern nun möglich, in fast jedes Land der Erde zu investieren. Aber es geht noch weiter: Mit Themenzertifikaten können Anleger inzwischen sogar gezielt spezielle Trends in den Schwellenländern spielen.


Vor zehn Jahren mussten Investoren für Investments in aufstrebende Schwellenländer noch Konten vor Ort eröffnen oder Spezialfonds mit extrem teuren Ausgabeaufschlägen kaufen. Diese Zeiten gehören jedoch der Vergangenheit an. Heute können Anleger problemlos mit Zertifikaten in fast alle Länder der Erde investieren: von Peru über Dubai oder Nigeria bis Kasachstan oder Vietnam.


Mehr Spielraum für Investoren

Mit Hilfe von Zertifikaten können sich Anleger kostengünstig und mit einer hohen Diversifikation selbst die exotischsten Investmentstandorte ins Depot legen. Doch damit nicht genug: Inzwischen gibt es für die Emerging Markets schon die zweite Zertifikate-Generation, sozusagen Emerging Markets 2.0. Mit dieser neuen Generation von Zertifikaten setzen Anleger nicht mehr nur auf einen Gesamtmarkt, sondern können ganz gezielt bestimmte Themen, Trends oder Branchen spielen. Diese Möglichkeit wird in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung für den Anlageerfolg in den Schwellenländern sein. Der Grund: Genau wie in den Industrieländern wird es auch in den Emerging Markets Themen und Sektoren geben, die sich auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld besser entwickeln werden als andere Branchen und die jeweiligen Gesamtmärkte outperformen.


Gezielt auf besonders aussichtsreiche Trends setzen

Dazu gehören die Themen Bildung (wofür es noch keine Zertifikate gibt), Energie, Infrastruktur, Konsum, Nahrung, Pharma und Gesundheit (hier gibt es erst wenige Zertifikate), Rohstoffe und Umwelt. Die Themen Energie und Rohstoffe weisen dabei eine hohe positive Korrelation zu der Wirtschaftsentwicklung auf und dürften daher zu den Favoriten der Anleger werden, sobald die Weltwirtschaft wieder Tritt fasst. Einer autarken Sonderkonjunktur unterliegen hingegen die Themen Bildung, Infrastruktur, Nahrung, Pharma und Gesundheit sowie Umwelt (inklusive Wasser). Diese Branchen bieten sich in den volatilen Zeiten als weniger risikoreiche Einstiegsbereiche an, auch wenn Schwellenländer-Investments generell mit erhöhten Risiken behaftet sind. Der Konsumsektor nimmt eine Zwischenstellung ein. Natürlich entwickeln sich die Binnenmärkte in den Schwellenländern besser, wenn die Weltwirtschaft boomt. Aber mit Ausnahme von Russland zeigt sich der Konsum in den großen Emerging Markets bisher recht robust.


Von Infrastruktur über Konsum bis Umwelt

Besonders groß und vielfältig ist das Angebot an Zertifikaten in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur und natürlich im Rohstoff-Sektor Daneben fokussieren sich weitere Themenzertifikate für Emerging Markets speziell auf die Trends Konsum oder Umwelt.


Eine Reise um die Erde

Dabei kann der Anleger, je nach persönlicher Präferenz, zwischen Regionen oder einzelnen Ländern wählen. Für Zentralosteuropa hat die Royal Bank of Scotland (kurz RBS genannt), welche die ABN AMRO übernahm, Zertifikate auf verschiedene Subindizes des Leitindex CECE aufgelegt. So können Anleger gezielt in den CECE Banking-Index investieren, auch wenn dieser derzeit sicherlich kein Liebling der Anleger ist. Auch Investments in den CECE Health Care-Index sind möglich. Weitere Sektoren sind der CECE Infrastructure-Index, mit dem Anleger vom Bauboom in Zentralosteuropa profitieren können, und der CECE Oil & Gas-Index. Auch bei Themenzertifikaten für den asiatischen Markt, die sich nicht nur auf China beziehen, bietet die Royal Bank of Scotland die größte Angebotsvielfalt. Für den asiatischen Infrastrukturmarkt empfiehlt sich das DAXglobal Asia Infrastructure/Transportation Open End-Zertifikat der RBS. Mit dem DAXglobal Basic Resources TR Open End- Zertifikat setzen Anleger gezielt auf asiatische Rohstoffunternehmen, die natürlich mitten im Zentrum der asiatischen Rohstoffnachfrage stehen. Die Unternehmen, deren Performances mit diesen Underlyings abgebildet werden, kommen aus China, Indonesien, Indien, Südkorea und Taiwan. Zudem hat die RBS für Asien noch spezielle Zertifikate auf die Themen Nahrungsmittel, Versorger/ Energie, Finanzen, Bau sowie Technologie/ Telekom auf den Markt gebracht.


Lateinamerika und Indien: Wenig Auswahl

Die Auswahl für den lateinamerikanischen Markt ist unterdessen noch relativ gering. Hier bietet die DWS Themenzertifikate auf den Immobiliensektor sowie den Rohstoff-Sektor an, der das Aushängeschild Lateinamerikas ist. Während es bei einzelnen Ländern für den russischen und den chinesischen Markt bereits eine sehr große Vielfalt an Themenzertifikaten gibt, ist Indien das „Kellerkind“ unter den BRIC-Staaten. Da der indische Aktienmarkt für Ausländer nur schwer zugänglich ist, sind spezielle Themenzertifikate für das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde bis auf ein Immobilienzertifikat der Landesbank Berlin Mangelware. Basiswert des Produkts ist der Naya Bharat Indien Property-Index.


China und Russland: Große Vielfalt


Die größte Auswahl an Themenzertifikaten gibt es für den chinesischen Markt. Um Ihnen besonders ausführliche Hintergrundinformationen bieten zu können, haben wir deshalb zu dem Bereich „China und Themenzertifikate“ eine eigene Miniserie entwickelt, die mit der Titelgeschichte in dieser Ausgabe startet. Für Anleger, die in Russland investieren wollen, hat die RBS fünf verschiedene Zertifikate auf Subindizes des bekannten russischen Index RTS emittiert. Mit diesen Branchenzertifikaten können Investoren gezielt die Themen Telekom, Industrie, Rohstoffe, Öl und Gas sowie Konsum im russischen Aktienmarkt spielen. So bildet der „RTS Consumer & Retail- Index“ die Wertentwicklung der elf größten russischen Einzelhandels- und Nahrungsmittelunternehmen ab. In dem Index finden sich so bekannte russische Unternehmen wie GUM, Magnit oder Pharmastandard, die von dem Binnenmarktpotenzial des 140 Millionen Einwohner zählenden Landes profitieren. Eine weitere Möglichkeit, gezielt auf ein zukunftsträchtiges Thema im ehemaligen Zarenreich zu setzen, bietet das „DWS GO Russia Infrastructure TR-Index“-Zertifikat. Mit diesem Zertifikat können Anleger an dem Infrastrukturboom im ehemaligen Zarenreich teilhaben. Denn nach den Plänen des Kremls sollen bis 2020 zwischen 800 Mrd. und 1 Bio. US-Dollar in die Infrastruktur investiert werden. Das Zertifikat der DWS ermöglicht es, gezielt auf russische Unternehmen aus den Sektoren Stahl (Schwerpunkt), Bau, Rohstoffe, Energie, Schwerindustrie sowie Transport und Logistik zu setzen, die besonders von dem Infrastruktur-Trend profitieren werden.  

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