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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 10.03.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 10.03.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die Märkte haben Griechenland vorläufig abgehakt

Ob nur temporär oder dauerhaft ist noch offen, aber aus einer Eskalation der Griechenland-Krise entsteht keine unmittelbare Belastung für die Aktienmärkte. Sämtliche Strukturprobleme des Landes bleiben natürlich, und die europäische Politik werkelt an einer Lösung.

Hier wird es keine schnelle Lösung geben, aber die Märkte denken weiter. An der Tendenz des festen Dollars ändert dies nichts. Auch ohne eine Eskalation in Griechenland oder anderen Ländern sprechen die positive Zinsdifferenz der US-Währung und die deutlichere Konjunkturdynamik für eine Aufwertung. Viel spekulatives Kapital fließt in den Dollar-Raum. Es handelt sich also in erster Linie um einen festen Dollar und nicht um einen schwachen Euro, auch wenn die hiesige Presse dies anders interpretieren wird. Die US-Technologiewerte bleiben deswegen für uns Thema Nr. 1. Die bestfinanziertesten und am stärksten wachsenden Unternehmen finden Sie derzeit an der Nasdaq. Investitionen in Produktivitätsverbesserungen und neue Technologiestandards sind die beiden tragenden Säulen dieser Branche. Den Fokus muß man hier ganz klar verstärken, was wir auch tun werden. Deutsche Aktien bleiben Thema Nr. 2. Die deutschen Industriewerte, aber vor allem die Spezialitäten im M- und SDAX, finden im internationalen Anlegerpublikum viel Resonanz. In Europa gibt es kaum Vergleichbares. Bestenfalls in der Schweiz. Im wesentlichen geht es um Spitzentechnologie in sehr vielen Nischen, die von der Konjunkturerholung und Dynamik in Asien überproportional profitieren. Die Umschichtung aus den Anleihe-, Rohstoff- und Emerging Markets bleibt für uns Thema Nr. 3. Dies als generelle Linie, wobei es einzelne Ausnahmen geben kann. Grundsätzlich bleiben die Anleihemärkte in einer schwierigen Position, weil das angeführte Zinsniveau in keiner Weise die Bonitätsrisiken entsprechend widerspiegelt. Für den Rohstoffbereich gilt das gleiche. Die dortige Kursbildung besteht zu 90 % aus Spekulation. Also Luft, die sehr schnell und unkontrolliert entweichen kann. Fazit: Die Märkte stehen auf deutlich stabileren Füssen als noch vor 10 Tagen. Etwas überraschend, aber dennoch zu begrüssen, zumal es sich ja auch in der Markttechnik deutlich widerspiegelt. Wohin diese stabileren Füsse die Tendenz noch tragen, hängt davon ab, wie ungehindert die Unternehmenszahlen analysiert und eingeschätzt werden können. Die Mehrzahl der vorgelegten Unternehmenszahlen eröffnen Spielraum für eine höhere Bewertung. Nicht sensationell, aber doch in der Größenordnung von 10 - 15 %. Diese Bewertungen werden sich umsetzen lassen, solange kein neues „Störfeuer“ von außen kommt. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist recht hoch, womit sich eine Chance für neue Topstände in den Indizes in den nächsten Wochen eröffnet. Diese gilt es zu nutzen und die vorhandene Liquidität in die entsprechenden Titel umzuschichten.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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