Die Katze ist aus dem Sack und sie hat ein goldenes Fell

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 03.11.2010
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Die amerikanische Notenbank wird bei ihren Bemühungen um eine Stabilisierung der US-Wirtschaft erneut eine Milliardensumme in den Wirtschaftskreislauf pumpen. Die Fed wird bis Mitte des Jahres 2011 Staatsanleihen in einem Gesamtvolumen von bis zu 600 Milliarden Dollar aufkaufen. Im Fokus stehen dabei Papiere mit einer Laufzeit zwischen zwei und zehn Jahren.


Jene Staatstitel, die sich bereits im Besitz der Fed befinden, werden gehalten und nach Fälligkeit durch neue Anleihen ersetzt. Rechnet man diese nachlaufenden Maßnahmen mit ein, hat das neue Stützungsprogramm der Fed ein Volumen von bis zu 900 Milliarden Dollar. Ansonsten hatte Ben Bernanke wenig Neues zu berichten. Der Leitzins blieb wie erwartet unverändert bei 0 bis 0,25 Prozent. Die Mitglieder des Offenmarktauschusses der Fed zeigen sich nach wie vor enttäuscht darüber, dass der Arbeitsmarkt trotz der wirtschaftlichen Erholung nicht in Gang kommt. Weiterhin sind rund 15 Millionen Amerikaner ohne Arbeit, das entspricht einer Arbeitslosenquote von fast zehn Prozent. Die Größenordnung, in der sich die Fed bewegt, birgt keine Überraschungen. Entsprechend nahmen die Anleger die Nachrichten recht gelassen zur Kenntnis. Impulse für den Aktienmarkt sind kurzfristig nicht zu erwarten. Die Ausweitung der Geldmenge dürfte aber mittelfristig zu einer weiteren Belebung an den Finanzmärkten führen. Darüber hinaus ist eine steigende Inflationsrate zu erwarten. Dieser Effekt ist von der Fed aber durchaus gewünscht. Im historischen Kontext ist die Teuerung derzeit ausgesprochen niedrig.

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