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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 21.07.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 21.07.2011:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Die Industrieländer haben sich schneller aus der Finanzkrise herausgefunden als sämtliche Ökonomen vorausgesagt haben

Einige etwas schneller, andere etwas langsamer, aber alle in der gleichen Richtung mit fast gleichen Potenzialen.

 

Bitte beachten Sie, wer alles dabei ist. Auch China und Brasilien bzw. USA und der Euroraum. In diesem Jahr, spätestens 2012, wird die Auslastung den Stand vor der Krise erreicht haben. Am schlechtesten entwickelt sich Frankreich, was immerhin die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone repräsentiert. Deutschland hält unter den Industrieländern mit den „schnellen Ländern“ wie Brasilien und China am besten mit. Nur Südkorea war von allen am schnellsten und entwickelte sich am besten. Deutschland dürfte schon in diesem Jahr den Auslastungsgrad von 2007/2008 erreichen. Was dann?

Eine Art Durchstarten zu neuen Spitzenwerten ist nicht zu erwarten. Es widerspräche sämtlichen historischen Verläufen zyklischer Konjunkturen. Das hat zur Folge:

Ein Verharren auf hohem Niveau ist möglich, aber wäre ebenfalls eine neue Erscheinung, die sich historisch nicht belegen lässt. Zyklische Rückschläge sind deshalb der Normalfall. Dafür reicht auch ein hohes Niveau ohne Wachstumsraten, also stagnierende Umsätze mit hinreichend hoher Ertragsqualität. Jede Branche unterliegt dabei anderen Bedingungen, die wir in der begonnenen Berichtssaison schon für Herbst/Frühjahr erwarten. Deshalb sind die Zahlen der Berichtssaison Vergangenheit, die Erwartungen der Manager sind die Zukunft.

Für Deutschland stellt sich die Frage ganz konkret, was Sie aus dem bisherigen Verlauf entnehmen können. Unsere bisherige Erwartung einer Delle ist nicht bestätigt. Die ungewöhnliche Dynamik der deutschen Industrie kommt insbesondere aus dem Export.

Ist es denkbar, dass Deutschland mit diesem Vorteil eine absolute Sonderrolle spielen kann? Die größten Lieferungen deutscher Industriegüter gehen nach Frankreich (10 %). Es folgen die USA, Russland und abgestuft bis 5 % China. Deutschland lebt deshalb keineswegs, wie häufig befürchtet, von einer besonderen Abhängigkeit von China. Der deutsche Außenhandel ist sehr breit aufgestellt und enthält keine Kopflastigkeit.

Darin liegt eine bedeutende Chance, auch eine gedachte Delle relativ klein zu halten oder gar zu überspielen. Für diese Exportstruktur gibt es keinen Vergleich in der Welt. Die ifobzw. Einkaufsmanagerindizes werden es in den kommenden 2 bis 3 Monaten belegen müssen.

Die Markttechnik bleibt noch schwankend. Die Ereignisse um Griechenland und teilweise USA zwingen jeden Investor zur Zurückhaltung. Konkret per Redaktionsschluss:

Die Sommerkonsolidierung ist dann zu Ende, wenn das Thema Griechenland nicht endgültig, aber als brauchbare vertretbare Zwischenlösung den Märkten eine Perspektive von mehreren Monaten erlaubt. Das kann jeden Tag der Fall sein, wir rechnen jedoch eher in ca. 3 bis 4 Wochen. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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