Die Goldbullen streichen erst einmal die Segel

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 26.01.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Die Markttechnik des Goldpreises in Dollar sieht ziemlich schwierig aus. Dass sich der Kurs aus dieser Konstellation nach oben befreien kann, ohne vorher neue Tiefs zu testen, ist unwahrscheinlich. Dabei passt der schwache Goldpreis aus zwei Gründen nicht ins Bild:


Erstens: Angst um steigende Inflation und ein fallender Goldpreis widersprechen sich. Entweder ist die Inflationsdebatte künstlich oder Gold hat die mögliche inflationäre Entwicklung bereits vorweggenommen. Stimmig ist das Bild jedenfalls nicht. Zweitens: Dass der Goldkurs und der Dollarkurs im Gleichschritt marschieren, ist ebenfalls eine Anomalie. Normalerweise bewegen sie sich in einem inversen Verhältnis zueinander. Mithin hätte der schwächere Dollar in den letzten Tagen dem Goldpreis Unterstützung geben müssen. Des Rätsels Lösung liegt in der Rolle von Gold als neue Assetklasse. Die Goldspekulation der letzten 24 Monate wurde sehr stark von einer neuen Art von Anlegern getragen, die ihr Portfolio um Gold diversifizierten. Machen die nun Kasse, sind sie das entscheidende Element im Goldpreis. Die Aussagekraft für Inflation und Dollarentwicklung nimmt dabei ab. Wir bleiben gelassen. 1.000/1.100 Dollar je Unze sind jederzeit drin, ohne den langfristigen Trend zu gefährden. Wer kurzfristig spekulativ investiert ist, muss aufpassen. Alle anderen bleiben drin.

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