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Veröffentlicht von Redaktion am 21.12.2011

Die EZB öffnet den Geldspeicher

Die EZB öffnet den Geldspeicher

Es ist ein Novum in der Geschichte der Europäischen Zentralbank - heute haben Geschäftsbanken die Möglichkeit, sich für einen Zeitraum von 36 Monaten - unter der Voraussetzung, dass sie die nötigen Sicherheiten bereitstellen können - so viel Geld zu leihen, wie sie benötigen. Die Verzinsung ist variabel, da der Leitzins derzeit auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau liegt, hat es an Nachfrage nicht gemangelt.

 

Hinter der Aktion steckt die Absicht oder vielmehr die Hoffnung, dass die vergebenen Kredite von den Banken dazu genutzt werden, Staatsanleihen zu kaufen und damit der Anleihenmarkt eine dringend benötigte Vitalisierung erhält. Geht der Plan auf, wäre die EZB aus dem Schneider, sie müsste selbst nicht länger in großem Umfang als Feuerwehr bereitstehen und Staatsanleihen aufkaufen.

Um halb zwölf kamen die Zahlen auf den Tisch. 489,2 Mrd. € wurden von der EZB an die Banken vergeben. Damit wurde die bisherige Rekordmarke (442 Mrd. €), die bei einer früheren Vergabe von kürzer laufenden Tendern bislang erreicht wurde, deutlich übertroffen. Nun stellt sich die Frage, was die Banken mit dem Geldsegen anstellen werden. Man darf hoffen, dass die Verantwortlichen nicht im Angsthasen-Modus der vergangenen Wochen verharren und ihr Geld wieder in Form von Tagesgeld bei der EZB parken. Der Schuss muss sitzen, andernfalls hat die EZB einen veritablen Brandbeschleuniger in Umlauf gebracht. 

 


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