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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 25.08.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 25.08.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die Entscheidung für die Börsentendenz im Herbst steht noch aus

Kommen die Aktien oben aus ihrer Sommer-Konsolidierung heraus oder drehen sie noch eine Warteschleife? Die Anleihenmärkte werden weiter von den Anlegern klar favorisiert, wie Sie am Bund- Future erkennen. Tatsächlich machen es sich die Investoren mit dieser Spekulation ziemlich einfach, denn: Egal, was passiert, in Bonds sind sIe im Moment immer am sichersten.

Jede negative Konjunkturmeldung oder externer Schockfaktor wird die Spekulation in Anleihen rechtfertigen. Dann liegt jeder, der in den letzten Monaten Anleihen gekauft hat, richtig. Das betrifft so ziemlich die gesamte Finanzdienstleistungsbranche von Banken über Versicherungen bis hin zu Private Equities und Hedge-Fonds. Sie alle wissen: Keine Notenbank der Welt wird die Anleihenmärkte baden gehen lassen. Darin liegt eine zusätzliche Sicherheit, die sich aus der Erfahrung der letzten drei Jahre zeigt. Die amerikanische Fed hat das letzte Woche noch einmal betont. Wer in Anleihen sitzt, dem kann also wenig passieren. Es gibt sogar temporäre Kursgewinne. Für die Aktienmärkte sieht es genau anders herum aus. Fundamental spricht zwar alles für sie, aber sie sind zu unberechenbar, als dass verstärkt Aktienquoten hochgefahren werden. Jede negative Meldung bringt sofort hohe Kursschwankungen, auf die jeder gerne verzichten möchte. Die niedrigen Aktienquoten seitens institutioneller, aber inzwischen auch privater Anleger bestätigen dies. Noch schärfer formuliert: Wer heute Staatsanleihen kauft, spekuliert eigentlich auf fallende Aktien. Er traut entweder nicht der Konjunktur und/oder nicht den Unternehmen. Beides belastet die Aktien. Fallen die Aktien, wäre diese negative Erwartung bestätigt. Steigen die Aktien, ist dies aus Sicht der Anleger stets verbunden mit höherem Risiko. Der Aktienmarkt ist also in einer undankbaren Situation. Die Markttechnik hat sich in der letzten Woche leicht verschlechtert und lässt die wesentlichen Indizes anfällig aussehen. Schaffen sie den Ausbruch nach oben, beginnen sie zwar einen eigenen Trend, aber er wird die erwarteten Umschichtungen aus Anleihenportfolios nur sehr zögerlich provozieren. Dazu fehlt das Engagement der großen Kapitalsammelstellen, wie oben beschrieben. Fazit: Eine Entscheidung vorwegzunehmen, macht keinen Sinn. Ohne Zweifel sind die Märkte anfälliger geworden und es wäre problematisch, wenn durch einen außergewöhnlichen Auslöser zusätzliche Unsicherheit aufkommen würde. Allerdings sah es im September 2004 genauso aus und es gab sogar neue Tiefstkurse vor der Rally. Um aber besser zu schlafen, kann man sich absichern, wie in der letzten Woche beschrieben, oder entsprechend die Stopps stärker anziehen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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