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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 11.03.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 11.03.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Die „Einkaufsliste“ während der Konsolidierungsphase für den DAX zwischen 6.096 und 5.465 ist abzuhaken

Die ersten 40 % wurden über Billigstkurse erledigt (Tabelle 06/10). Für die weiteren 30 % gingen 11 Limits auf und 4 weitere wurden um lediglich 0,50 € verpaßt. Für die weiteren 30 % gingen nur zwei Limits auf (DAIMLER und MAN). Damit sind Sie mit ca. 50 bis 60 % auf einem DAX-Niveau von rechnerisch um 5.500/5.550 investiert. Wie geht es weiter?

Der technischen Erholungsphase ab März 2009 folgte die Konsolidierung. Ab jetzt wird es grundsätzlich. Was bedeutet das? Kein Gleichschritt aller Titel, sondern größere Differenzierungen. Der Hintergrund: Ab jetzt orientiert sich die weitere Erholung der Industrie an den monetären Bedingungen. Hier wurden im Januar die zwei wichtigsten Eckwerte erreicht. 1. Die Wende in den monetären Aggregaten kann man vorerst nur mit der Lupe erkennen, siehe Grafik. Schon den Dezember-Chart hatten wir gezeigt (AB 06/09), hier die Fortsetzung: Geldmenge M3 und Kreditnachfrage setzen zu einer Wende an, die man historisch nennen kann. Sie wird sich in den kommenden Monaten mit großer Wahrscheinlichkeit vertiefen bzw. beschleunigen. 2. Die Industrieaufträge zogen im Januar überraschend an. + 5 % sind noch nicht die Schwalbe, die den Sommer macht, aber sie ist deckungsgleich mit der Entwicklung an den Kreditmärkten, die die Investitionen stützen. Beide zusammen sind damit der wichtigste Träger dafür, wie sich die deutsche Industriekonjunktur im Jahresverlauf darstellen wird. Es liegt auf der Hand, daß nicht jede Branche im gleichen Umfang profitiert, und deshalb beginnt die Differenzierung. Die maßgeblichen Parteien an der deutschen Börse sehen dies unterschiedlich. Da sie zu den größten Spielern gehören, ist deren Einschätzung nicht zu ignorieren. Wir stellen fest: 1. ALLIANZ-Chef Diekmann meint: „In Aktien sehen wir nur ein geringes Aufwärtspotential bei höherer Volatilität.“ Die ALLIANZ bleibt also als eine der größten Marktparteien vorerst Aktien gegenüber abstinent. 2. DT. BANK und OPPENHEIM sehen das Gegenteil. Sie gewichten Aktien deutlich höher als Anleihen bzw. andere Investments, wie wir kürzlich bereits dargelegt haben. Hinter beiden steht die größte Fondsgesellschaft des Landes (DWS), die in Aktien ebenfalls das Schwergewicht sieht. 3. Eine Partei fällt wohl aus: Die Hedge-Funds, die im letzten Jahr den 65 % DAX-Gewinn wesentlich getragen hatten, aber mit dem Rückzug aus den Carry-Trades im Dollar ihre Euro-Positionen weitgehend glattstellen mußten. Sie dürften diese Spielwiese verlassen haben. Wer sieht technisch am besten aus? Wir vermuten, daß es eine deutliche Sektor-Selektion geben wird, wenn die Q1-Zahlen in ca. 4 Wochen erscheinen. Wie üblich kommen erst die Amerikaner, anschließend Europa/Deutschland. Doch vermuten wir auch, daß es schon vorab einige Äußerungen geben wird, die tendenzbestimmend sein dürften. Einige Aktien im DAX erreichten in den letzten Tagen zudem bereits die Rekordkurse rund um die Jahreswende. Unterscheiden Sie konsequent zwischen Finanz- und Industrieaktien. Unter Finanzen sind Banken und Versicherungen zu verstehen, die wir zusammenfassen. Das gilt sowohl für den DAX als auch für den MDAX. Die Industrie-Aktien unterteilen wir in echte Industriewerte und solche, die davon mittelbar abhängen, speziell Energie wie RWE und E.ON.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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