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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 14.04.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 14.04.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die beginnende Quartalsberichtssaison ist die wichtigste seit über zwei Jahren

Sie wird den Trend der nächsten Monate definieren. In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob der Markt weiterlaufen kann oder nicht. Es werden auch die Rahmenbedingungen festgelegt, wohin das Kapital mehrheitlich fließen wird.

Griechenland spielt für die Märkte zunächst keine Rolle mehr. Die Einigung der Euro-Länder am letzten Wochenende sieht ein Notfall-Kreditpaket von 30 Mrd € vor. Zusammen mit den Geldern des IWF kommt das Rettungspaket auf 45 Mrd €. Das sollte die Funktionalität des griechischen Anleihemarktes bis Jahresende sicherstellen und die Investoren beruhigen, auch wenn die Rettung faktisch der Anfang vom Ende der Währungsunion ist. Jetzt brauchen die Märkte neues Futter. Dieses kommt von den Quartalszahlen und Ausblicken der Unternehmen. Es geht darum, dass sich die positive Umsatzentwicklung aus dem vierten Quartal auch im ersten Quartal dynamisch, am besten mit zweistelligen Wachstumsraten, fortsetzt. ALCOA hat den Anfang gemacht und legte im Umsatz um fast 18 % zu. Das zeigt schon mal in die richtige Richtung. Daran gekoppelt: Die gesunkene Fixkostenbasis sollte für deutlich verbesserte Gewinne sorgen. Eigentlich müssten die Gewinne überproportional zu den Umsätzen steigen, da die heutige Fixkostenbasis deutlich niedriger liegt als noch vor einem Jahr. Die Amerikaner dürften hier am deutlichsten fortgeschritten sein, weil sie wesentlich radikaler und schneller reagieren als die Europäer. Dennoch gibt es auch hier Fortschritte. So liegen die Lohnstückkosten in Deutschland 5 % niedriger als noch vor einem Jahr. Damit stehen die Chancen gut, dass die ein oder andere Prognose übertroffen wird und die Ausblicke positiv ausfallen. Ein erstes Indiz dafür ist auch die Tatsache, dass die Insiderkäufe in Deutschland zuletzt so hoch waren wie seit einem Jahr nicht mehr. Erhöhen die Analysten infolge der Zahlen ihre Prognosen für 2010 und 2011 wird der Anlagedruck der Versicherer und Pensionskassen immer größer. Dies ist besonders vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Anleihemärkte vor einer Trendwende stehen. Immerhin liegt das deutsche Renten-KGV gemessen an der Umlaufrendite bei 35. Dagegen steht ein durchschnittliches KGV im DAX per 2011 von 10,2. Der Druck dieser Adressen, die Asset-Klasse zu wechseln, wird von Tag zu Tag größer. Fazit: Die Quartalszahlen haben das Zeug, für positive Stimmung an den Aktienmärkten zu sorgen. Dabei wird man von Fall zu Fall unterscheiden müssen. Wer es jetzt nicht schafft, schwarze Zahlen zu präsentieren oder wer beim Umsatz nicht vorankommt, steht zur Disposition.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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