Die Aktienmärkte haben begonnen, die Verzerrungen der letzten Wochen wieder geradezubiegen

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 24.08.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Aktionärsbrief

Während sich die negative Stimmung in der Presse zu immer neuen Höhen steigert, kauft sich das kluge Geld bereits wieder ein. Dem sollten Sie nach nüchterner Analyse auch folgen. Denn:


 

Die Bewertungen der Aktien sind sehr niedrig. Unterstellt man einen Rückgang des Gewinns je Aktie um 25 %, wäre der Markt heute nicht teurer als vor dem Crash. Die jetzige Bewertung spiegelt die Erwartungshaltung eines drastischen Gewinneinbruchs wider, der von den Unternehmen aber selbst nicht in Aussicht gestellt wird. Zieht man die Dividendenrendite hinzu, ergibt sich für Aktien eine Kaufgelegenheit par excellence. Anders:

Die „sicheren Häfen“ bergen heute das größte Kursrisiko. Gold, Staatsanleihen, Devisen, wie der Schweizer Franken, sind zwischen 30 und 50 % zu teuer! Wer dort heute investiert, kann gut die Hälfte des eingesetzten Kapitals abschreiben. Der Kapitalabfluss aus den sicheren Häfen wird auch

das Thema der nächsten Wochen.

Konjunkturschwäche, Delle oder Rezession? Diese Debatte gleicht einer Haarspalterei. Statistisch viel zu schwer festzustellen, ist die konjunkturelle Dynamik auf kurze Zeiträume kaum einzuschätzen. Sie ist auch nicht unmittelbar auf die Gewinnqualität der Unternehmen übertragbar. In vielen Fällen besteht sogar gar kein Zusammenhang, auch wenn er in der Debatte immer sehr plausibel dargestellt wird. Mit Sicherheit nimmt das derzeitige Renditeniveau der Anleihen eine Konjunkturschwäche vorweg, die so mit Sicherheit nicht kommt.

Jeder scharfe Einbruch an den Aktienmärkten ist trendbestätigend. Selbst wenn die Markttechnik angeschlagen ist, ergibt sich nach einem Ausverkauf stets die Fortführung des vorherigen Trends, wenngleich vielleicht in einem anderen Steigungswinkel. Das ist aber nicht entscheidend.

Die Aktien- und Anleihenmärkte gehen ab diesem Herbst wieder getrennte Wege. Die Aktienmärkte werden steigen und die Anleihenkurse der Staatsanleihen in den USA, Deutschland, England etc. werden fallen. Damit beginnt ein überfälliger Normalisierungsprozess, der auch davon gekennzeichnet ist, dass die Aktienquoten wieder steigen, während die der Anleihen sinken. Auch die Bewertung beider Asset-Klassen wird sich dann wieder annähern und ein ausgewogenes Bild liefern. Das bedeutet:

Fazit: Wir bekommen in diesem Herbst eine deutliche Erholungsrally! Von 5.500 bis 7.000 sind es 1.500 Punkte im DAX oder ca. 27 %. Übertragen auf die Einzeltitel wird es noch mehr sein. Dies wird viele Anleger verwundern, weil es überhaupt nicht zur derzeitigen negativen Stimmung passt. Diese Rally abzufangen und an ihr zu partizipieren, wird die große Aufgabe der nächsten Wochen. 

 

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