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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 07.04.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 07.04.2011:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die Aktienmärkte beweisen Nehmerqualitäten

Eine beispiellose Naturkatastrophe in Japan mit drohender atomarer Verseuchung, ein Naher Osten, der sich im Umsturz befindet, ein weiterhin in seinen Grundfesten erschütterter Euro. Normalerweise hätte jede Einzelne dieser Krisen ausgereicht, um die Aktienmärkte zu Boden gehen zu lassen. Aber Aktien erweisen sich als so widerstandsfähig wie ein Schwergewichtsboxer, der zwar taumelt, dann aber doch nicht auf die Bretter geht, sondern sogar zum entscheidenden Gegenschlag ausholt.

 

Die Aktienmärkte sind zwar getaumelt, haben den Japan-Schwinger aber letztlich weggesteckt. Der DAX notiert derzeit gerade mal 4 % unter seinem Jahreshoch. Noch besser präsentiert sich die Wall Street: Der Dow Jones hat sogar sein im Februar erreichtes Hoch überschritten, während beim S&P 500 gerade mal 0,8 % zum bisherigen Jahreshoch fehlen.

Zu Aktien gibt es derzeit keine ernsthaften Alternativen. Warum das so ist, hatten wir Ihnen in der vergangenen Woche an dieser Stelle dargelegt. Dazu kommt, dass sich die Anleger wie bei jeder länger andauernden Krise mit der Zeit eine gewisse Leidensfähigkeit angeeignet haben, die sie die Krisenauswirkungen als gegeben hinnehmen lässt, jedenfalls solange es nicht zu einer deutlichen Verschärfung kommt. Das lenkt den Blick zurück auf die harten, entscheidenden Fakten, die fast zwangsläufig für steigende Kurse sprechen. Natürlich wird es auch wieder Rückschläge geben, aber der langfristige Aufwärtstrend wird sich bis tief ins nächste Jahr fortsetzen.

Die jüngsten Krisen werden aber auch zu einer langfristigen Veränderung unserer Gesellschaft beitragen. Die vergangenen Jahrzehnte standen im Zeichen des ungehemmten Wachstums und zunehmender Globalisierung. Das Erdbeben in Japan und die daraus resultierende weltweite Diskussion um die Atomenergie zeigt aber, dass es auf dem unausweichlichen Weg zu einer nachhaltigen Energiepolitik noch sehr viel zu tun gibt.

Langfristig weiter steigende Energiepreise werden den Druck massiv erhöhen, alternative und zudem bezahlbare Energieformen nutzbar zu machen. Aber steigende Energiepreise werden in den kommenden Jahren möglicherweise auch enthüllen, dass der Globalisierungstrend seinen Höhepunkt schon überschritten hat. Was heute noch ökonomisch sinnvoll sein mag, wird sich bereits in einigen Jahren wegen zu hoher Transportkosten nicht mehr rechnen.

Ressourcenknappheit wird eines der drängendsten Probleme der kommenden Jahrzehnte sein. Energie, Nahrung und Rohstoffe sind die entscheidenden Stichworte. Die stetig wachsende Weltbevölkerung verschärft diese Problematik zusätzlich. Neben steigenden Anstrengungen, das Angebot zu erhöhen, ist es unausweichlich, dass vorhandene Ressourcen verantwortungsvoller und effizienter genutzt werden. Damit gerät auch die Recycling-Industrie ins Rampenlicht, die sich zu einem echten Megatrend entwickeln könnte. Welche Aktien davon profitieren werden, lesen Sie in „Unter der Lupe“. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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