Deshalb wird Donald Trump der Börse vermutlich gut tun

Veröffentlicht von Boris Schulze am 02.11.2016
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Bis zur US-Wahl am kommenden Dienstag wird am deutschen und am amerikanischen Gesamtmarkt nach oben wenig gehen. Die Tendenz ist aktuell nach unten gerichtet. Mögliche Ausverkäufe sollten antizyklisch zum Kauf genutzt werden.


Deshalb wird Donald Trump der Börse vermutlich gut tun
 
Bis zur US-Wahl am kommenden Dienstag wird am deutschen und am amerikanischen Gesamtmarkt nach oben wenig gehen. Die Tendenz ist aktuell nach unten gerichtet. Mögliche Ausverkäufe sollten antizyklisch zum Kauf genutzt werden.

Grund genug in der heutigen Kolumne einige Gedanken zur US-Wahl in Bezug auf die Kursentwicklung am Gesamtmarkt zu geben. Überall wird uns nun eingebläut, Donald Trump sei aus Börsensicht sehr schlecht für die Kurse. Deshalb sehen wir zuletzt die fallenden Aktiennotierungen. Mit Trump kommt die Unsicherheit, so der Tenor der globalen Medien. Wir sollen glauben, dass dies so ist. Ich meine, genau das Gegenteil wird der Fall sein. Blicken wir beispielsweise auf einen Artikel der WiWO (*). Da heißt es auf Seite 2:
 
„Gefragt, wie er denn gedenke mit den hohen Schulden der USA umzugehen, lautete Trumps Antwort: you print the money. Er selbst als Schuldenkönig wüsste wohl am besten, wie man mit Schulden umzugehen habe. Trump hat damit als erster (potenzieller) Regierungschef eines der G20-Landes offiziell den Einsatz der geldpolitischen Helikopter unterstützt.“
 
Meine Meinung dazu: Trump spricht die Wahrheit aus. Die Schulden können nicht mehr getilgt werden, deshalb werden die Notenbanken weiter und weiter frisches Geld drucken. Staatsfinanzierung über die Notenbankpresse. All dies ist nicht neu, sowohl in den USA; als in Europa oder sonst wo auf der Welt. Wir alles wissen, wohin es am Ende führen wird. Es wird irgendwann einen großen Crash am Markt geben. Nur wieso sollte das ausgerechnet jetzt der Fall sein? Trump sagt doch nur offen und ehrlich, wohin die Reise so oder so laufen wird. Es wird durch die Notenbanken noch mehr Geld gedruckt werden. Mehr Geld stimuliert die Börse, so war es und so bleibt es - auch mit Trump, bis zum Tag X. Daher sehe ich diese „Ehrlichkeit“ als einen positiven Kursindikator! Weder Clinton noch Trump können die Verschuldung der USA lösen, noch können wir es in Europa. Das Rad wird sich weiter drehen, es wird mehr und mehr Geld gedruckt, bis zum Tag X.

 
Die „Blasen aller Blasen“ an den Aktienmärkten werden wir erst noch erleben. Mit Trumps ehrlicher Aussage in Richtung „you print the money“ vermutlich noch schneller, als es viele Marktteilnehmer glauben mögen. Natürlich ist es nicht gut, wie es sich entwickelt. Wir können den Zug aber nicht mehr aufhalten! Darüber berichtete ich schon im Jahr 2014 auf Dirk Müllers Webseite (*).
 
Fazit: Mögliche starke Kurseinbrüche zur US-Wahl sollten rigoros zum Kauf von dividendenstarken Aktien genutzt werden!
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