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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 31.03.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 31.03.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Der Solarmarkt beginnt, sich zu fangen

Wir verfolgen die Entwicklung sorgfältig, greifen aber noch nicht zu. Für den TecDAX ist das fast eine Existenzfrage. Denn 8 Aktien von 30 betreffen die Solartechnik. Das Problem:

Das Sterben unter den kleinen Solarfirmen hat erst begonnen. Betroffen sind vor allem nichtbörsennotierte Unternehmen, die auf den Zug aufgesprungen waren. SOLARWORLD-Chef Asbeck schätzt die Lage wohl richtig ein: Mit der Insolvenzwelle der Kleinen stabilisiert sich das Geschäft der Großen. Das bedeutet, dass es eine Reihe von Insolvenznachrichten geben wird, die das Stimmungsbild trüben. Das ist der Grund, alle relevanten Werte auf die Watchlist zu setzen, aber noch nicht zuzugreifen. Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Das ist unbestritten. Die erwarteten Veränderungen für die Volumina entnehmen Sie der nebenstehenden Grafik. Die Schwerpunkte verteilen sich unterschiedlich und der größte Zuwachs entfällt auf Biotreibstoffe zum einen und Solarenergie zum anderen. Interessanterweise kann die Windenergie da nicht mithalten, obwohl auf diesem Gebiet die zurzeit größten Investitionen realisiert werden. Die Förderung der deutschen Biotreibstoffe wird noch in diesem Jahr ähnlich neu geregelt wie für die Solarenergie. Die Förderung der Investitionen und die Entlastung beim Marktzugang wird zweispurig erfolgen. Einige dieser Aktien zeigen bereits eine bemerkenswert Stabilität, insbesondere CROP. ENERGIES mit inzwischen 3,90 € (Tochter von SÜDZUCKER). Drei oder vier mittelgroße Hersteller von Biokraftstoffen nehmen wir demnächst auf die Kaufliste. Wir warten lediglich die Ergebnisse ab. NORDEX ist eine besondere Story. Gemessen am Auftragsbestand ist ein Ca.-Umsatz von 1,1 bis 1,4 Mrd € für diesen Anbieter für Windkraftanlagen jederzeit zu realisieren, was allein von der Finanzierung der Objekte abhängt. Mit einer Eigenkapitalquote von rd. 41 % ist NORDEX auch ausreichend kapitalisiert, um starke Schwankungen im Auftrag und Ergebnis auszuhalten. Der Verschuldungsgrad ist Null. Ausgestiegen sind inzwischen jedoch einige große Investoren, zuletzt GOLDMAN SACHS, die ursprünglich 24 % hielten. Die Tagesumsätze deuten darauf hin, dass noch nicht alle Abgaben beendet sind. Tatsächlich ist der Börsenwert von rd. 560 Mio € relativ hoch, gemessen am Umsatz und mithin ist eine Gewinnschätzung auf diesem hohen Wert schwierig. Die Konsensrechnungen laufen auf ein KGV von rd. 11,5 hinaus. Das erscheint wiederum preiswert, wenn man das Geschäftspotenzial von NORDEX einordnet und in den Sachzusammenhang aller erneuerbaren Energien eingliedert. Aber noch nicht preiswert genug! Fällt der Wert auf die Basis 7 bis 8 € zurück, erwägen wir den neuen Einstieg mit Limit. Größter Aktionär ist zurzeit Frau Klatten mit 21,8 %. Wo liegt die Perspektive? Auf eine Sicht von 12 bis 15 Monaten erwarten wir einen Kurs von 12 bis 14 € . Das wäre dann ein beträchtliches Potenzial.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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