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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 15.09.2010

Der japanischen Notenbank wurde es zu bunt

Der japanischen Notenbank wurde es zu bunt

Zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahren hat das Institut wieder am Devisenmarkt interveniert, um den Höhenflug des Yen zu bremsen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat die Notenbank Dollar bei einem Kurs von 83 Yen gekauft.

In der Folge kletterte der Dollar auf 85 Yen, auch gegenüber dem Euro büßte der Yen an Wert ein. Ob es bei einem einmaligen Eingriff bleibt, oder ob weitere Maßnahmen angedacht sind, blieb zunächst unklar. Die Intervention erfolgte im Alleingang, aber in Absprache mit ausländischen Notenbanken. Der starke Yen ist seit Monaten eine schwere Bürde für die exportlastige japanische Wirtschaft. Ent- sprechend euphorisch war die Reaktion an den Aktienmärkten. Der Nikkei konnte um 2,3 % zulegen. Überdurchschnittliche Kursgewinne waren unter anderem bei den Automobilwerten und den Aktien aus der Technologiebranche zu verzeichnen. Nach unserer Einschätzung wird es durch die Intervention lediglich zu einer kurzen Verschnaufpause kommen. Wir erwarten für die kommenden Wochen eine weitere Aufwertung des Yen gegenüber dem Dol- lar. Wir schon die Schweizer Nationalbank beim Franken wird sich auch die japanische Notenbank mittelfristig nicht mit Erfolg gegen den Markt stellen können.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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