Denkzettel für Deutschland

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 23.11.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Auf Hochmut folgt meist der Fall. Es ist nur ein paar Tage her, dass der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder, mit stolzgeschwellter Brust verlauten ließ, dass in Europa plötzlich Deutsch gesprochen wird - eine Anspielung darauf, dass Deutschland in Sachen Schuldenkrise den Taktstock schwingt.


 

Schnell ließ der Markt Deutschland spüren, dass die Bundesrepublik nicht als Hafen der Glückseligkeit taugt, sondern allenfalls der Einäugige unter den Blinden ist. Mit einer Staatsverschuldung von mehr als 83 Prozent des BIP und einem Haushaltsdefizit von 4,3 Prozent gibt es wenig Grund, den Marktschreier zu geben.

Gestern folgte die Ernüchterung. Bei einer Emission zehnjähriger Staatsanleihen war das Investoren-Interesse so gering, dass man gerade einmal Papiere mit einem Volumen von 3,6 Mrd. € statt der geplanten 6 Mrd. € platzieren konnte. Ein fatales Signal und Anlass, den EU-Nachbarn mit etwas mehr Demut zu begegnen. 

 

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