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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Börsenbrief" am 11.02.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 11.02.2010:

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CURT L. SCHMITT Informationsdienste - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1954

Das internationale Kapital sucht sich eine neue Spielwiese

Wir hatten es in der letzten Ausgabe unter den Derivaten schon beschrie- ben. Der Euro und vor allem der europäische Rentenmarkt werden derzeit verkauft.

Das ist sicherlich keineTendenz für das ganze Jahr, aber derzeit mit enormen Chancen verbunden. Wir hatten schon eine Short-Spekulation auf den Bund Future und auf den Euro vorgestellt und werden diese bisher erfolgreichen Investments ausbauen. Wie die Aufsicht Commodity Futures Trading Commission meldet, ist das Short-Vo- lumen im Euro auf ein historisches Hoch ge- stiegen. Die Finanzcommunity geht nicht nur von einem weiteren Verfall aus, sondern verla- gert Kapital aus dem Euro in den Dollar. Griechenland ist nur der Auslöser, aber nicht der Trei- ber. Griechenland trägt weniger als drei Prozent zur Wirtschaftsleistung der Euro-Zone bei. Vor allem an deren Rentenmärkten wird erwartet, daß sich die Probleme bei den Staatsbonds nicht auf Griechenland, Portugal oder die anderen Mittelmeer-Anrainer begrenzen lassen. Das Put-Call- Ratio auf den Bund Future ist schon massiv gestiegen. Wir hatten in diesen Briefen bisher nur den Kollaps des amerika- nischen Bondmarktes gespielt, Europa aber weit weniger kritisch gesehen. Das ist nach wie vor unsere Einschätzung. Aber Europa wird nach dem „bail out“ Griechenlands nicht nur mit „einem blauen Auge“ davonkommen. Das Niveau ist in absoluten Zahlen noch nicht einmal so hoch, daß dem- nächst mit einem Squeeze gerechnet werden müßte oder daß es nicht noch weiter steigen könnte. Die Profis am Bondmarkt haben in der Vergangenheit ein sicheres Gespür bewiesen. Auch die Staaten nutzen die niedrigen Zinsen. Im Janu- ar wurden in Europa für 259 Mrd. € neue Staatsanleihen emittiert. Eine gigantische Summe ohne Beispiel. Offenbar rechnen auch die Regierungen mit massiv steigenden Zin- sen und wollen jetzt noch schnell ihren Refinanzierungsbedarf decken, bevor es noch teurer wird. Das Spiel wird von den großen Anlegern weltweit natürlich durchschaut und mit ei- nem Abfluß von Kapital quittiert. Die Entwicklung des Euro in den letzten Wochen spricht Bände. Staatliche Agenturen haben den Kurs des Bund Futures zuletzt noch stabil halten können. Wir raten aber Anlegern, die sich bisher noch nicht für eine Bund Future-Short-Spekulation erwärmen konnten, jetzt aufzuspringen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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