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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 03.04.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 03.04.2012:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Das erste Quartal war rekordverdächtig

Für den DAX steht ein Plus von rund 17 % zu Buche. Dies ist das beste erste Quartal seit über 14 Jahren. Beim S&P 500 sieht es mit plus 10 % ebenfalls sehr gut aus. Dass solch feste Märkte dann auch mal einen Gang zurückschalten, wie in den letzten zwei Wochen zu beobachten war, sollte niemanden überraschen und schon gar nicht beängstigen. Klar ist:

 

Die laufende Konsolidierung hat kaum Momentum nach unten. Wer wieder einmal gedacht hat, dass nun endlich die große Korrektur ansteht, wurde eines Besseren belehrt. Kleine Rücksetzer locken sofort neues Kaufinteresse an. Selbst die zuletzt schwächeren Konjunkturdaten aus China und den USA wurden ohne größere Probleme weggesteckt. Die überkaufte Marktlage wurde in den letzten Wochen deutlich abgebaut, aber auch noch nicht so, dass sie im überverkauften Bereich liegt.

Am besten sieht der Dow Jones aus.

Hält er an seinem bisherigen Marschplan fest, dürfte er schon bald den historischen Gipfel oberhalb von 14.000 Punkten testen. Denn die Markttechnik im Dow zeigt unverändert einen Gleichschritt fast aller Aktien bis auf zwei Ausnahmen (Alcoa und Hewlett-Packard). Die Breite der Rally wird auch vom S&P 500 untermauert. Wie der Dow Jones, so hat auch der S&P 500 die alten zyklischen Höchststände vom Frühsommer 2011 bereits über- schritten. Die amerikanischen Konzerne klotzen mit satten Gewinnen und der höchsten Liquiditätsreserve aller Zeiten. Auch die Gewinne der Unternehmen haben sich in drei Jahren verdoppelt. Eine solche Explosion hat es in der jüngeren Vergangenheit nicht gegeben. Sie beruht insbesondere auf der rigiden Verbesserung der Rentabilität nebst Kosten- und Beschäftigungsabbau. Das gilt auch für die DAX-Unternehmen, aber noch nicht für die Unternehmen aus dem Euro Stoxx 50, was die konjunkturelle Problematik der Euro-Schuldenkrise unterstreicht. Aufgrund der niedrigen Bewertungen und der weiterhin expansiven Geldpolitik sind die Sorgen aber auch für Europa begrenzt. Für den DAX rechnen wir bis spätestens Juni, dass er sein zyklisches Hoch aus 2011 um 7.600 Punkte schaffen kann.

Sorgen bereitet uns dagegen der Bondmarkt. Hier macht immer öfter ein Schlagwort die Runde: Financial Repression. Die Märkte befinden sich in einer Phase, in der die Zentralbanken (auch die Fed) die Kapitalmärkte manipulieren. Die Zinsen liegen unter der Inflationsrate. Be- sonders Versicherungen stellt das vor extreme Probleme. So hält die Allianz 90 % ihrer Assets in solchen Papieren, während die Aktienquote bei lediglich 6 % liegt. Kein logisch denkender Investor kann am Markt für erstklassige Staatsanleihen noch Käufe rechtfertigen. Zum einen ist der Realzins negativ, zum anderen riskiert er brachiale Verluste in dem Moment, in dem die Notenbanken ihren Kurs ändern. Solch ein Prozess dauert dann nicht Jahre, sondern wenige Monate. Die logische Folge dessen ist, dass institutionelle Investoren dieses Risiko in den nächsten Quartalen abfedern müssen, indem Sie ihre Bondquoten verringern.

Fazit: Werden Sie nicht ungeduldig. Pausen gehören in jeder Hausse dazu. Das große Bild, welches wir in den letzten Monaten für Sie herausgearbeitet haben, spricht weiter für den Aktienmarkt. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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