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Veröffentlicht von Redaktion am 05.06.2015

Börsenbriefe hautnah: 15 Fragen an Stefan Böhm

Börsenbriefe hautnah: 15 Fragen an Stefan Böhm

In unserer Interview-Reihe „Börsenbriefe hautnah: Verleger im Interview“ stellen wir Redakteuren und Herausgebern von Börsenbriefen 15 Fragen zu ihrem beruflichen und privaten Umwelt und möchten so einen Einblick hinter die Kulissen geben. In diesem Interview Stefan Böhm von Böhms DAX-Strategie, DaxVestor und "Die Rendite-Spezialisten".

Wieso und bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee einen Börsenbrief herauszugeben?

Die Börse hat mich schon immer fasziniert. Als ich während meines VWL-Studiums die Gelegenheit bekam, als freier Journalist Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, war mein Weg vorgezeichnet. Besonders wertvoll war für mich der Kontakt zu vielen gleichgesinnten Kommilitonen, mit denen ich gemeinsam erste Start-Up-Erfahrungen sammeln und so auch das Verlagsgeschäft kennenlernen konnte. 

Wie wichtig ist Ihnen der persönliche Kontakt zu Ihren Lesern?

Mir ist es sehr wichtig, Rückmeldung von unserer Leserschaft zu erhalten. Ansonsten würden meine Kollegen und ich irgendwann am Thema vorbei schreiben und das möchte ich zu 100 % vermeiden. Ich bin generell der festen Überzeugung: Nur wenn man genau weiß, welche Erwartungen die eigenen Leser haben und von welchem Wissensstand man in Finanzfragen ausgehen kann, ist es möglich, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erstellen. Rückmeldungen von der Leserschaft einholen und die Produkte dementsprechend kontinuierlich weiter zu entwickeln ist im ATLAS Research Team ein fortlaufender Prozess. In unserem Team steht der Leser im Mittelpunkt. Seine Zufriedenheit hat höchste Priorität und liegt uns allen sehr am Herzen.

Was für eine Art Trader sind Sie? Wie finden Sie für Ihre Kunden die besten Anlagemöglichkeiten?

Ich bin ein eher mittelfristig orientierter Anleger und berücksichtige stets neben technischen Faktoren auch die fundamentalen Gegebenheiten. Wenn sich jedoch ein kurzfristiger Trade anbietet, bin ich dafür auch zu haben. Für meine Leser filtere ich durch die Kombination fundamentaler und technischer Analysemethoden Trades mit einem sehr guten Chance/Risiko-Verhältnis heraus.

Was motiviert Sie Tag für Tag? Was bedeutet es Ihnen, einen Börsenbrief zu veröffentlichen?

In unserem Beruf wird es nie langweilig. Wer sich für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft interessiert, findet hier ein reiches Betätigungsfeld, das man nach Belieben vertiefen und erweitern kann. Dementsprechend hängt viel Herzblut an meiner Tätigkeit, gerade in solch stürmischen Zeiten, wie wir sie derzeit erleben.
 
Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie keinen Börsenbrief veröffentlichen würden?

Gute Frage. Ich koche sehr gerne, vielleicht wäre ich dann in die Gastronomie gegangen. Allerdings weiß man immer erst hinterher, ob das dann zum Traumjob geworden wäre, den man sein Leben lang machen möchte. 

„Geld schläft nicht“ - Wie verbinden Sie das Berufliche mit dem Privaten?

Ich bin zwar sehr stark in unserem Verlag eingebunden, doch durch die moderne Technik ist man heutzutage ja nicht mehr unbedingt auf die ständige Präsenz in einem Büro angewiesen. Das erleichtert ein intaktes Privatleben.

Wie sieht Ihr Arbeitstag als Börsenbrief-Herausgeber aus?

Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Themen, Trends und Anlagemöglichkeiten. Das nimmt meist deutlich mehr Zeit ein, als das Schreiben der Artikel selbst. Natürlich fallen auch andere Tätigkeiten an, wie z.B. Leserfragen beantworten, verwaltungstechnische Angelegenheiten klären oder strategische Entscheidungen treffen.

Welche "Megatrends" sehen Sie für die nächsten 5-10 Jahre und welche Geheimtipps können Sie uns hier verraten?

Die Anleihezinsen werden früher oder später wieder steigen. Wann genau das los geht und in welchem Umfang kann derzeit aber niemand seriös genau vorhersagen. Auf Unternehmensebene sehe ich das Internet der Dinge als großen Innovations- und Wachstumstreiber an. Daneben schätze ich auch die Medizintechnik als Megatrend ein, schon alleine wegen der demographischen Entwicklung in den meisten Industriestaaten.

Welche Voraussetzungen braucht man um als Trader langfristig erfolgreich zu sein?

Man braucht zunächst einmal ein klares Ziel. Was will man erreichen? Außerdem muss man seine eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen einschätzen können.

Ein Treffen mit dem Bundesfinanzminister – was wünschen Sie sich für den Finanzplatz Deutschland?

Dass er sich mit seinen Kollegen vom Wirtschaftsministerium und den Kultusministerien der Länder zusammensetzt und für junge Menschen ein vernünftiges Schulkonzept "Wirtschaft und Finanzen" entwickelt. Es gab vor Kurzem diesen Tweet eines Mädchens, das meinte, es könne Gedichte in vier verschiedenen Sprachen analysieren, aber von den grundlegenden Dingen des Wirtschaftslebens hätte sie keine Ahnung. Wenn jemals eine vernünftige Anleger- und Aktienkultur in Deutschland entstehen soll, müssen wir mit einer Bildungsoffensive starten.

Ausnahmsweise dürfen Sie mit uns eine Zeitreise unternehmen, in welches Zeitalter reisen Sie?

Ins 23. Jahrhundert. Ich bin Star-Trek-Fan und würde zu gerne wissen, ob die Vulkanier dann wirklich auf der Erde landen.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne mal einen Kaffee oder ein Bier trinken?

Mit Warren Buffet, man lernt schließlich nie aus.

Wie verbringen Sie einen schönen freien Tag am Wochenende?

Mit meiner Familie bei einem Ausflug in die nähere oder weitere Umgebung.

Welche Literatur empfehlen Sie Einsteigern und Fortgeschrittenen über die Finanz- und Börsenwelt?

Man sollte nur Bücher zu solchen Themen lesen, die einen wirklich interessieren. Als charttechnisch orientierter Anleger muss ich mir z.B. keine Bücher über Bilanzanalyse „antun“. Der Buchmarkt ist sehr groß, ich empfehle daher jedem, auf einer der vielen Anlegermessen mal zu einem Buchverlag wie z.B. dem Finanzbuchverlag zu gehen und dort die Neuerscheinungen durchzublättern. Sie werden sicher fündig.

Welche Börsenweisheit geben Sie unseren Lesern mit auf den Weg?

The Trend is your friend. Bevorzugen Sie trendstarke Aktien und haben Sie keine Angst vor neuen Jahreshochs. 

Zur Person Stefan Böhm:

Stefan Böhm ist Börsianer mit Leib & Seele. Seine Passion ist es, seine Faszination für die Börse an andere Menschen weiterzugeben.
Schon während dem Abitur und dem anschließenden Studium zum Diplom-Volkswirt hat Stefan Böhm aktiv am Finanzgeschehen teilgenommen und war als freier Börsenjournalist tätig. Ab 1994 hat er sein Knowhow in renommierten Fachmagazinen publiziert. Zum Beispiel als Chefredakteur des Optionsschein-Magazins (später Börse Now).

Seit 2001 ist Stefan Böhm Geschäftsführer der ATLAS Research GmbH und publiziert das Premium-Börsenmagazin DaxVestor, den kostenfreien Börsenbrief Böhms Dax-Strategie sowie den Geldanlage-Brief Die Rendite-Spezialisten.
Zu Stefan Böhms größten Erfolgen zählt nachweislich unter anderem die punktgenaue Warnung vor der Finanzkrise im Jahr 2007, die seinen Lesern Gewinne von fast +400% eingebracht hat. Seit 2012 hat er erfolgreich auf steigende Aktienkurse gesetzt und 2014 nahezu punktgenau den Rohöl- & Rubel-Crash vorausgesagt!

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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