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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 25.04.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 25.04.2012:

Börsenbrief fonds kompakt
fonds kompakt

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Biotechnologiefonds – Von einer Zukunftstechnologie profitieren

In der Klasse der Themenfonds haben sich in den vergangenen Jahren die so genannten Biotechnologiefonds etabliert. Einer der Gründe für ihren Erfolg liegt wohl darin, dass die Biotechnologiebranche häufig in die Klasse der Zukunftstechnologien eingeordnet wird. Dafür spricht die Tatsache, dass eine Großzahl der neu zugelasse- nen Arzneimittel aus diesem innovativen Segment stammt. Hinzu kommt: Demografie und neuer Reichtum der Schwellenländer sollten den Biotech-Sektor beflügeln.

 

Derzeit sind mehrere Entwicklungen abzusehen, die den Pharma- und Biotechnologieunternehmen dieser Welt in Zukunft zu sehr guten Geschäften verhelfen sollten. Die Weltbevölkerung wächst zum ei- nen rasant an. Außerdem haben die Schwellenländer ihren Reichtum mit Hilfe eines beeindruckenden konjunkturellen Wachstums in den vergangenen Jahren stark vergrößert, wobei ein Ende dieses Aufstiegs vorerst nicht in Sicht zu sein scheint und die Lücke zu den entwickelten Ländern immer weiter geschlossen werden sollte. Das bedeutet: 

Historisch günstige KGVs bei Biotechs

Eine wachsende Weltbevölkerung in Verbindung mit einer steigen- den Lebenserwartung und eines immer größer werdenden Reich- tums in den Emerging Markets dürfte zu einem stetigen Anstieg der Gesundheitsausgaben führen. Wie sehr die Kosten für das Gesund- heitswesen im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung und einem einsetzenden Alterungsprozess der Gesellschaft explodieren können, sieht man an den Beispielen der entwickelten Nationen aus Europa, USA oder Japan.

Biotech-Unternehmen für Pharma-Riesen sehr attraktiv

Laut Nathalie Lötscher, Portfoliomanagerin des UBS (Lux) Equity Fund-Biotech sollten die Unternehmen aus der Branche aufgrund der demografischen Entwicklung von einer steigenden Nachfrage nach innovativen Medikamenten profitieren. Daneben bieten die Unternehmen aus dem Biotech-Segment aktuell einige weitere Vorzüge. „Großkapitalisierte Biotech-Firmen sind attrak- tiv bewertet und handeln zu historisch günstigen Kurs/Gewinn- Verhältnissen. Zudem verfügen viele Unternehmen aufgrund von Innovationen, Medikamentenzulassungen und positiven Forschungsergebnissen über großes Ertragssteigerungspotenzial. Übernahmen und Fusionen in der Biotech-Branche sorgen zudem für Kurs-Stimuli“, so Lötscher.

Erfolg und Misserfolg häufig sehr nah beieinander

In den vergangenen Jahren war ein anhaltender Trend zu beobachten, bei dem klassische Pharmakonzerne verstärkt versuchten, und auch im- mer noch versuchen, innovative Biotech-Firmen zu übernehmen. Für die Pharmaindustrie ergibt sich die Notwendigkeit für solche Über- nahmen aus der Tatsache, dass immer mehr gewinnbringende Patente auslaufen. Noushin Irani, Fondsmanagerin des DWS Biotech-Aktien sagt sogar, dass „das Zeitalter der großen Blockbuster für die brei- te Masse der Patienten so gut wie vorbei sei.“ Somit werden Innovationen in Feldern wie der personalisierten Medizin immer wichtiger.

In der Klasse der Biotechnologiefonds müs- sen die Fondsmanager sehr häufig versuchen, eine Glättung bei der Performance über die Zeit zu erreichen, wobei bei den Aktien sehr hohe Einzeltitelrisiken vorhanden sein kön- nen. Denn häufig entscheidet sich der Un- ternehmenserfolg in der Branche an wenigen innovativen Produkten, bei denen trotz ho- hen Forschungsaufwands der Erfolg ausblei- ben kann oder im Falle von Medikamenten eine Zulassung verweigert wird.

Fondsidee I: Pictet-Biotech-P USD

Der Fonds investiert mindestens zwei Drit- tel des Vermögens in Aktien von besonders innovativen Biopharmagesellschaften aus dem medizinischen Bereich. Bei der Aus- wahl der Regionen gibt es keinerlei Be- schränkungen, wobei der Fokus sehr stark auf dem US-Markt liegt, auf dem die Be- schränkungen für die Biotech- und Gen- forschung geringer sind und daher auch der überwiegende Teil der Biotech-Unterneh- men dort ihren Sitz hat. Das Management verfolgt bei der Portfoliostrategie einen selektiven Ansatz mit einem Schwerpunkt auf Firmen, die in neue Produktzyklen eintreten, vor allem Mid und Large Caps. Dabei versucht der Fonds, der bereits im Jahr 1995 aufgelegt wurde, im Besonderen Unternehmen zu identifizieren und in sein Portfolio aufzunehmen, die mit ihren Pro- duktentwicklungen zu erheblichen medi- zinischen Fortschritten beitragen können. Bei den Wachstumsaussichten für die Bio- tech-Branche bleibt man sehr optimistisch. Insgesamt erwartet das Fondsmanagement, dass die Biotech-Unternehmen das durch- schnittliche Umsatzwachstum des Pharma- marktes von 20% in den nächsten drei Jah- ren deutlich übertreffen können.

Fondsidee II:
Allianz Biotechnologie A (EUR)
Auch der Allianz Biotechnologie investiert in den Biotech-Sektor. Dabei werden mindestens 70% des Fondsvermögens direkt oder über Derivate in Aktien und vergleichbare Papie- re von Unternehmen, deren Haupttätigkeit auf dem Gebiet der Forschung, Entwicklung und Erstellung biotechnologischer Güter, Ver- fahren oder Dienstleistungen liegt, wobei der Fonds auch Werte klassischer Pharmaunter- nehmen enthalten kann. Als Benchmark dient der NASDAQ Biotechnology. Wie für den Biotech-Sektor üblich, wies auch der Fonds in der Vergangenheit eine relativ hohe Volatilität auf. Damit stellt die hohe Schwankungsanfäl- ligkeit der Aktien des Portfolios eines der größ- ten Risiken bereit, allerdings bietet sich mit einem Investment in höchstinnovative Unter- nehmen der Biotechnologiebranche eine große Chance, relativ kurzfristig stark von revolutio- nären Markteinführungen im Medizinbereich profitieren zu können.

Fazit:

Die Biotechnologiebranche hat sich in den vergangenen Jahren zwar sehr volatil gezeigt. Doch sie kann den Investoren trotzdem oder gerade deshalb eine sehr attraktive Investment- chance bieten. Es ist abzusehen, dass mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellen- länder ein demografischer Effekt einsetzen sollte, der mit dem höheren Reichtum dieser Staaten zu einer steigenden Nachfrage nach innovativen Medikamenten führen sollte. Da bereits heutzutage sehr viele Medikamentenzu- lassungen aus dem Biotechsegment stammen, dürfte der Begriff Zukunftstechnologie nicht ganz fehl am Platz sein und der Biotechnolo- giebranche auf lange Sicht zu einem starken Wachstum verhelfen. Besonders wenn es die Fondsmanager schaffen, gerade diejenigen Unternehmen verstärkt zu identifizieren, deren Forschungsarbeit zu bahnbrechenden Neue- rungen im Arzneimittelbereich führen, kön- nen die Investoren sehr stark und häufig auch relativ kurzfristig davon profitieren. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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