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Veröffentlicht von Steffen Boller am 17.09.2013

Binäre Optionen: Trading-Strategien

Binäre Optionen: Trading-Strategien

Seit 2008 auch endlich für private Trader zugelassen erobern binäre Optionen in den letzten Jahren immer mehr auch den deutschen Markt – was man nicht zuletzt an der steigenden Anzahl von Online-Brokern erkennt. Wir wollen uns heute mal etwas genauer mit den verschiedenen Strategien beschäftigen die man beim Handel mit binären Optionen anwenden kann.

Wir haben binäre Optionen schon in früheren Artikeln ausführlich beschrieben, daher hier nur noch einmal kurz zusammen gefasst:

Binäre Optionen sind Derivate auf verschiedene Wertpapiere oder andere Börsenwerte (Indizes, Währungspaare) bei denen der Anleger sich im Grunde nur auf eine einzige Wette festlegt – fallende oder steigende Kurse. Zusätzlich wird ein Zeitfenster gewählt in welchem der gewählte Status erreicht werden muss (in der Regel zwischen 60 Sekunden und bis zu einem Monat). Gewinnchancen liegen bei 70-80%, Verluste oft 100%, teilweise aber auch mit kleiner Sicherheit im Bereich 5-15%.

Dabei können binäre Optionen von Privatanlegern oft schon mit kleinen Kontogrößen ab 100 USD gehandelt werden, der Handel ist in der Regel an allen 5 Werktagen rund um die Uhr möglich. Bei vielen Brokern (man handelt nicht über eine Börse sondern direkt mit dem jeweiligen Anbieter) gibt es Demokonten die einen Einstieg in die Materie erleichtern – zusätzliche Gebühren oder Spreads gibt es nicht, die Anbieter speißen ihre Gewinne aus dem Überhang an Verlierern der sich aus Gewinnrendite und Verlust ergibt (im Grunde wie im Casino).

 

Trading-Strategien

Wir kennen Sie auch vom Handel mit diversen anderen Derivaten und Wertpapieren: die Trendfolge-Strategie. Hierbei betrachtet man, u.a. auch mit charttechnischen Hilfsmitteln zur technischen Anlayse, Kursverläufe und folgt einem Trend – sofern man ihn erkannt hat und es sich nicht nur um kurzeitige Kursentwicklungen handelt. Die Grundidee basiert darauf, dass sich die breite Masse eher einem vorhanden Trend anschließt, als ihm entgegenzuhandeln.

Geht man von volatilen, also stark schwankenden Märkten (sowohl nach oben als auch nach unten) aus, nutzen viele Trader die Volatilitätsstrategie. Hier bedient man sich in der Regel eher weniger der technischen Analyse sondern beschäftigt sich mit aktuellen Nachrichten. Besondere wirtschaftliche Situationen (z.B. Wahlen, bevorstehende Verkündungen von FED oder EZB) lassen Märkte vor und nach dem genannten Event stark schwanken. Von diesen Kursausschlägen kann man profitieren, wenn man sowohl Short als auch Long geht – Renditeerwartungen müssen natürlich entsprechend so sein, dass Verluste ausgeglichen werden können.

Wie andere Derivate kann man auch binäre Optionen zum Hedging (Absicherungsstrategie) nutzen, wenn man einen großen Bestand an z.B. Aktien gegen Wertverlust absichern möchte, kann man mit einer entsprechenden Put-Option einen Teil der Verluste kompensieren.

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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