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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 03.07.2015

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 03.07.2015:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

BB Biotech - Chance in turbulenten Zeiten

Nächste Woche kennen wir den Ausgang des Referendums in Griechenland. Kann sein, dass danach das Thema Griechenland in der einen oder anderen Weise schnell aus der Tagespresse verschwindet. Ich nehme jedoch an, dass uns Griechenland den Sommer über immer wieder beschäftigt. 

BB Biotech als Fels 

Da ist es ratsam, einige Aktien im Portfolio zu haben, die mit diesem Drama nichts zu tun haben. BB Biotech ist eine solche Aktie. Der Biotech-Sektor befindet sich in einem sekulären Wachstumstrend. Das heißt, Biotech wächst unabhängig von Konjunktur, Zinsniveau oder politischen Entscheidungen. einige der vielen kleinen Biotech-Klitschen von heute werden die Pharma-Giganten von morgen sein. 

Ich traue es mir nicht zu, in diesem Bereich die Spreu vom Weizen zu trennen. Das Management von BB Biotech jedoch hat wiederholt gezeigt, dass es mit viel Sachverstand die richtigen Kandidaten auswählen kann. Immer wenn es Neuigkeiten in der Biotech-Welt gibt schaue ich ins Portfolio und prüfe, ob die entsprechenden Unternehmen im Portfolio von BB Biotech enthalten sind (http://www.bbbiotech.ch/de/bb-biotech/strategie-portfolio/unsere-beteiligungen/). 

Diese Woche hat sich beispielsweise Celgene, die größte Beteiligung von BB Biotech, mit 1 Mrd. USD an Juno Therapeutics beteiligt. Celgene hält nun 10% an Juno. Juno forscht an Immuntherapien gegen Krebs, bei der individuell für jeden Patienten ein eigenes Medikament zusammengebastelt wird. Das Investment von Celgene in diesem Bereich ist eher als Bestätigung zu sehen, dass diese Behandlungsmethode irgendwann in der Zukunft einmal große Bedeutung haben wird. Anleger begrüßen diesen Schritt, denn nicht nur Juno Therapeutics ist nach Bekanntgabe dieser Beteiligung angesprungen (+25%), sondern auch Celgene legte gegen den schwachen Markttrend um 1% zu. 


Biotech-Unternehmen in der Mode

Ich habe also ein wenig nach anderen kleinen Biotech-Unternehmen gestöbert, die derzeit "In" sind und mit neuen Behandlungsansätzen auf sich aufmerksam machen. Dabei bin ich über zwei Unternehmen gestoßen, die sich ebenfalls im Portfolio von BB Biotech befinden: Receptos und Radius Health. 

Receptos hat einen Wirkstoff namens Ozanimod entwickelt, der gegen verschiedene Krankheiten verwendet werden kann: für die Behandlung von akuten Schüben von Multiple Sklerose befindet sich das Medikament in Phase III der Studien und hat bislang alle derzeit verfügbaren Medimamente in Wirkung übertroffen und weniger Nebenwirkungen ausgewiesen. Zudem gibt es Phase II-Studien in der Behandlung von diversen Autoimmunerkrankungen im Dickdarm (Colitis ulcerosa) und weiterer Darm-Erkrankungen sowie auch  bei den Schleimhäuten der Speiseröhre (Eosinophilic esophagitis), was auch zum Bereich der Allergien gezählt wird.

Radius kümmert sich um endokrine Probleme, also um Krankheiten, die durch die Drüsen verursacht werden, die ihre Produkte direkt ins Blut geben. Dazu gehört Osteoporose, also brüchige Knochen, wo Radius ein Medikament in  Phase III hat und den Erwartungen zufolge im kommenden Jahr das eine Zulassung erhalten soll. Dazu gehören aber auch Alzheimer und viele andere spezielle Anwendungen wie beispielsweise eine durch die Menopause verursachte Osteoporose oder auch die Behandlung von Brustkrebs. 

Nicht nur die großen Biotechs wie Celgene positionieren sich durch Beteiligungen und Übernahmen für die künftigen Generationen an Medikamenten, sondern natürlich auch die Pharma-Konzerne. Und wenn Sie den Kursanstieg der Biotech-Aktien in den vergangenen Jahren beobachtet haben, dann können Sie davon ausgehen, dass ein breiter Ausverkauf an den Aktienbörsen von Pharma- und großen Biotech-Unternehmen genutzt wird, um entsprechende Beteiligungen und Übernahmen durchzuführen. Da wird nicht auf das KGV geschaut, da wird oftmals die Bilanz gar nicht angeschaut. Es geht darum, frühzeitig an Entwicklungen beteiligt zu sein, die für viele Jahre neue Medikamente hervorbringen können. 

Das Griehenland-Drama ist da eine willkommene Gelegenheit, die gewünschten Technologien zu einem kleinen Rabatt einzukaufen. 
 

Fazit

Das heißt also nicht, dass Biotech-Aktien gegen den Ausverkauf immun (Doppelbedeutung beabsichtigt :-) sein werden. Ich möchte Ihnen lediglich zeigen, dass dieser Bereich von der Branche als zukunftsträchtig gesehen wird. Es ist eine Bestätigung für BB Biotech als langfristigen Wachstumswert in unserem Portfolio und Sie sollten sich nicht von einem Kursrückgang von 10% oder 20% verunsichern lassen, sondern die Aktie eher nachkaufen. 

Wir haben zwei Drittel unserer beabsichtigten Positionsgröße im Portfolio und ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Tagen / Wochen nochmals eine Gelegenheit bekommen werden, die Position voll zu machen. 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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