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Veröffentlicht von Redaktion "BÖRSE am Sonntag" am 01.08.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 01.08.2010:

Börsenbrief BÖRSE am Sonntag
BÖRSE am Sonntag

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Bankaktien besonders stark

Bankaktien waren jüngst besonders gefragt, vor allem die europäischen. Die Investoren reagierten damit offenbar zum einen auf die am Freitag der Vorwoche nach Börsenschluss vorgelegten Ergebnisse des „Stresstests“, die augenscheinlich positiv aufgenommen wurden.

Zum anderen gab es einige gute Bilanzen, wie von der Deutschen Bank und der UBS. Zudem könnten die neuen Eigenkapitalregeln im Rahmen von Basel III weniger streng ausfallen als erwartet. Alles Gründe, die den 54 Werte umfassenden STOXX Europe 600 Banks zur Vorwoche um 4,9% höher trieben. Er war damit Spitzenreiter innerhalb der europäischen Sektoren. Aus charttechnischer Sicht näherte sich der Index weiter der oberen Begrenzung der Abwärtsbewegung seit dem Zwischenhoch von Oktober 2009. Sollte sie geknackt werden, könnte er schnell die horizontale Hürde bei 243 Punkten ansteuern. Ein Sprung darüber spräche dann für weitere Zuwächse. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass er am Abwärtstrend seit Oktober scheitert und pausiert oder gar eine neue Korrektur beginnt, die dann durchaus bis in den Bereich von 160 bis 180 Zählern reichen könnte. So weit ist es aber noch nicht, und vielleicht können weitere gute Bilanzen und auch die Ergebnisse des „Stresstests“ die Kurse weiter stützen, sodass tatsächlich ein Ausbruch nach oben gelingt. Schließlich haben sich Europas Banken nicht stressen lassen und doch insgesamt widerstandsfähig gegen Krisenszenarien gezeigt, so scheint jedenfalls der Tenor. Allerdings gibt es auch reichlich kritische Stimmen, die von mangelnden Erkenntnisgewinnen durch die Tests sprechen, nicht zuletzt wegen der immer wieder veränderten und damit letztendlich „weichgespülten“ Kriterien. Trotz dieser eklatanten Mängel hat der Krisentest der Banken scheinbar zur Vertrauensbildung an den Finanzmärkten beigetragen - vorerst zumindest. Man sollte sich davon aber nicht in Sicherheit wiegen lassen und nach wie vor vorsichtig agieren. Trotz der jüngsten Zuwächse gilt dies auch für Investments im Bankensektor.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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