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Veröffentlicht von Redaktion "Der ChartTrader" am 05.12.2010

Auszug "Der ChartTrader" vom 5.12.2010

Auszug "Der ChartTrader" vom 5.12.2010

DAX Der Chart des DAX zeigt ein neues Jahreshoch, das letzte Woche erreicht werden konnte. Dabei erholte sich der Kurs sehr schnell von dem Einbruch, der ihn auf eine Unterstützungslinie bei 6.650 Punkten zurückgeworfen hatte. Selbst darunter wäre zu diesem Zeitpunkt noch Platz im breiter gefassten Trendkanal gewesen. Doch die Woche endete nahe an 7.000 Punkten, die nun in greifbarer Nähe scheinen. Ihr Erreichen vor Weihnachten gilt als ausgemachte Sache und so dürften sich die Bären weiterhin schwertun.

MDAX Der MDAX zeigte im letzten Monat eine ausgeprägtere Seitwärtsbewegung innerhalb seines Aufwärtstrends. Doch die letzte Woche lieferte auch seinen Mitgliedern Gelegenheit, einen weiteren Höchstkurs einzustellen. Dabei spielt die Marke von 10.000 Punkten nicht nur aufgrund der Zahlenästhetik eine besondere Rolle. Sie war der Wendepunkt im Jahr 2008, von dem aus der MDAX innerhalb weniger Monate auf 4.163 Punkte fiel. Nun liegt diese Grenze innerhalb des Trendkanals und ist abermals erreichbar geworden. Australischer und US-Dollar Dem amerikanischen Dollar geht es nach der vorübergehenden Stärke gegenüber dem Euro weltweit erneut an den Kragen. Nicht nur in Europa und Kanada gewinnen die lokalen Währungen an Boden. Auch der aus-tralische Dollar konnte in der letzten Woche schon vor der Bekanntgabe der Arbeitslosenzahlen in den USA zum Angriff blasen und seinen Kurs fast auf Parität treiben. Damit prallt er an der Trendlinie ab, die seine Aufwärtsbewegung begleitet, und dürfte auch in Zukunft angriffslustig bleiben. Kaffee Den Anstieg der Rohstoffpreise haben wir einer Mischung von Einflüssen zu verdanken, denen sich auch der Kaffee- Future nicht entziehen kann. Einerseits steigt die Nachfrage auf unserem übervölkerten Planeten tatsächlich, andererseits spielen auch Spekulationseffekte eine Rolle, die zur Blasenbildung führen. Beim Kaffee kommen außerdem Themen wie „Fair Trade“ und der Kurs des US-Dollars hinzu. Doch seit einem Monat bildet der Preis ein Dreieck bei 2 Dollar, aus dem er in der kommenden Woche ausbrechen muss. WTI Rohöl In den vergangenen Monaten hatte es der Ölpreis sicherlich nicht eilig, neue Hochpunkte zu erobern. Ein Rücksetzer im November warf ihn sogar auf die Unterstützung bei 80 Dollar zurück. Von dort aus konnte er in den letzten beiden Wochen jedoch relativ schnell nahe 90 Dollar klettern, wo derzeit die Obergrenze des Trendkanals mit dem letzten Hoch zusammenfällt. RSI und MACD hinken der schnellen Bewegung hinterher, sodass auf Indikatorseite ein Ausbruch nach oben nicht auszuschließen ist. comdirect Bank Eingeklemmt zwischen zwei Linien scheint der Druck fast sichtbar, der sich im Chart der comdirect Bank aufbaut. Zudem konnte sie am Freitag ihre 200-Tage-Linie überwinden. Nun geht es darum, diese Position nicht durch eine erneute Wende nach unten einzubüssen. Ein Ausbruch würde durch den steigenden RSI und den MACD bestätigt, der im Begriff ist, durch seine Linienkreuzung ein Kaufsignal zu generieren. Zudem dürften über der Widerstandslinie Stop-Orders liegen, deren Ausführung den Kurs zusätzlich antreiben könnte. Commerzbank Während die Tochter comdirect voll Energie zu sein scheint, präsentiert sich der Mutterkonzern Commerzbank im Chart eher schwach. Bei 6 Euro wurde eine Unterstützung durchbrochen und führte zu einem Absacken auf die nächste Linie bei 5,60 Euro. Von hier aus scheint sich die Aktie nun wieder erholen zu können. Als Trading- Ziel kann die Kreuzung von fallender Trendlinie und 200-Tage-Linie gelten, die bei 6,20 Euro vorhersehbar ist. Zum Szenario passt der überverkaufte RSI.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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