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Veröffentlicht von Redaktion "Der ChartTrader" am 23.01.2011

Auszug "Der ChartTrader" vom 23.1.2011

Auszug "Der ChartTrader" vom 23.1.2011

DAX Im Chart des DAX ist zu erkennen, wie er in den letzten Tagen eine Berg-und- Tal-Fahrt gemacht hat. Dabei blieb er stets über der Marke von 7.000 Punkten, rutschte jedoch am Freitag unter die Trendlinie, die den aktuellen Aufwärtstrend nach unten begrenzt. Hinzu kommt nach zwei Tagen voller RückschlaÅNge eine Kerze, deren Docht besonders lang ist. Das zeigt, dass die Anleger die höheren Notierungen vor dem Wochenende nicht halten wollten. Der MACD generiert dazu noch ein Verkaufssignal.

EURO STOXX 50 Ganz anders als der DAX präsentiert sich der EURO STOXX 50. Er legte am Freitag weiter zu und erreichte beinahe 3.000 Punkte. Unter den Kerzen der letzten Woche befindet sich eine Unterstützung, die den Anstieg vor RückschlaÅNgen schützte und es den Anlegern so leicht machte, Hoffnung zu schöpfen. Auch wenn der Index damit in eine überkaufte Situation hineinzulaufen droht, findet das Szenario doch im Zentrum eines Aufwärtstrends statt, der weiterhin Platz nach oben bietet. Kurzfristig sind die Aussichten mäßig. Bund-Future Der Bund-Future ist vor dem Hintergrund guter Nachrichten und attraktiver Aktien letzte Woche weiter gefallen. Er liegt nun im Bereich des Tiefs vom Dezember unterhalb von 124 Punkten. Dies ist die letzte Unterstützung, bevor er weiter abzustürzen droht. Ein Rebound würde jedoch einen Kurseinbruch in den Aktienmärkten voraussetzen, denn diese entwickeln sich normalerweise gegensätzlich zum Bund-Future. Schafft er tatsächlich eine Wende, wäre das erste Ziel die Rückkehr zur Marke von 15 Punkten und dann zur 200-Tage-Linie. Euro/japanischer Yen Nachdem Europa in den letzten Monaten immer wieder eine Abwertung der Gemeinschaftswährung erleben musste, tut es sicherlich gut, einen erstarkten Euro in Japan zu sehen. Denn der japanische Yen ist stark, und ihm ein paar Nachkommastellen abzuringen war in der jüngeren Vergangenheit nicht leicht. Die japanischen Exporteure dürften sich ebenfalls freuen, werden ihre Waren in Europa doch billiger. Der Euro müsste jedoch wieder über 115 Yen steigen, um auch charttechnisch zu beeindrucken. Q-Cells Nach einem endlos erscheinenden Fall ist die Aktie des Solarmodulherstellers Q-Cells, der sich in Zukunft als globaler Lösungsanbieter für die Photovoltaik verstanden wissen möchte, bei 2 Euro zum Stehen gekommen und konnte seit Anfang Dezember wieder einen moderaten Aufstieg erleben. Dabei etablierte sich ein Trendkanal, in dem sich der Kurs nun bewegt. Die Stochastik zeigt jedoch, dass es bald wieder Zeit zum Umkehren sein dürfte, bevor sich Q-Cells weiter erholt. ThyssenKrupp In der Presse wurde am Freitag von positiv aufgenommenen Eckdaten des Geschäftsverlaufs im Rahmen der Hauptversammlung berichtet. Doch im Chart des Stahlherstellers erkennt man davon nichts. Nach tagelangen Rücksetzern schaffte es die Aktie am Freitag gerade mal, sich mit einem Doji an der letzten Unterstützung bei 30 Euro festzuklammern, bevor ein Doppeltop endgültig Realität wird. Der Weg nach unten ist offen und bietet bei 27 und 28 Euro Haltepunkte. Wacker Chemie Auf dem Weg nach unten hat die Aktie von Wacker Chemie bei 125 Euro eine Unterstützung erreicht, die vom letzten Tief herrührt. Von hier könnte sie ein zweites Mal nach oben drehen und die Trendlinie angreifen, die sie seit Monaten weiter nach unten drückt. Gelingt dies, so bestünde die Chance zur Rückkehr zu 150 Euro. Ein weiteres Abrutschen würde die nächste Zielmarke hingegen auf 115 Euro verschieben, wo ein Tief im August lag.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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