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Veröffentlicht von Redaktion "BÖRSE am Sonntag" am 30.05.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 30.05.2010:

Börsenbrief BÖRSE am Sonntag
BÖRSE am Sonntag

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

ARERO – Der Weltfonds

Drei wichtige Anlageklassen in einem Wertpapier bildet der ARERO (Aktien, REnten, ROhstoffe) ab. Mit einer jährlichen Performance von 14% seit Auflegung zählt der Fonds zu den besten Mischfonds in Deutschland. Dank der extrem niedrigen Verwaltungskosten eignet sich der von der Investmentgesellschaft DWS angebotene ARERO besonders für langfristige Sparpläne.

Fast jeder private Anleger neigt dazu, sein Heimatland bei der Geldanlage zu bevorzugen. Deutsche Staatsanleihen und deutsche Standardwerte überwiegen im Depot. Auf Dauer ertragreicher bei geringerem Risiko wäre ein breit diversifiziertes, globales Portfolio über alle Assetklassen hinweg. Erbittert gestritten wird in den Strategieabteilungen von Finanzinstituten über die richtige Vermögensverteilung zwischen Aktien, Renten und Rohstoffen. Laut Professor Martin Weber sind derlei Debatten für private Investoren auf längere Sicht bedeutungslos. In den Jahren 1973 bis 2007 hätte eine unveränderte Asset Allocation von 60% Aktien, 25% Anleihen und 15% Rohstoffe die besten Ergebnisse erzielt: Damit ist eine relativ große Rendite bei geringen Wertschwankungen des Gesamtportefeuilles gemeint. Realwirtschaft bestimmt Aktienquoten Dieses sogenannte Backtesting hat allerdings seine Tücken: Jeder Mathematiker kann mit den entsprechenden Daten im Nachhinein ermitteln, welche Investments optimal gewesen wären. Ob diese Anlagen auch in Zukunft Topresultate bringen, steht auf einem anderen Blatt. Weber und sein Team der Universität Mannheim haben jedoch untersucht, mit welcher Strategie ein Investor auch künftig überdurchschnittliche Chance-Risiko-Werte erwarten kann. Bei der Aktienquote setzt Weber auf die vier Wirtschaftsräume Europa, Nordamerika, Schwellenländer und Pazifik, die er über die jeweiligen MSCI-Indizes abbildet. Die Indexgewichtung orientiert sich am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Der Anteil am globalen BIP bestimmt die Gewichtung eines Aktienindex am Gesamtportfolio. Wächst also eine Region besonders stark (zum Beispiel die Emerging Markets), nimmt deren Gewichtung automatisch zu. Entsprechend nimmt die Quote der anderen Regionen ab. Die Rentenkomponente bildet Weber über den iBoxx Euro Sovereign Index ab, der europäische Staatsanleihen enthält. Im Segment Rohstoffe kommt der DB Platinum Commodity Index zum Einsatz, der vor allem Öl und Gas sowie Industriemetalle abbildet. Angepasst wird der Index monatlich in Abhängigkeit von den relativen Preisentwicklungen der Rohstoffe. Die Aktienquoten werden dagegen nur einmal jährlich im Februar rebalanciert. Für 2010 entfallen je 18% auf Europa und Nordamerika, 17% auf die Emerging Markets und 7% auf die Pazifikregion. Während bei Rohstoffen und Renten Währungsrisiken abgesichert sind, wird bei den Aktien wegen der hohen Kosten darauf verzichtet. Generell legt Weber großen Wert auf geringe Kosten, weil sie bei einer langfristigen Kapitalanlage eine entscheidende Rolle spielen. Da der ARERO simpel konstruiert und nur einmal pro Jahr überprüft wird, kostet die Verwaltung durch Matthias Reimer von der Fondsgesellschaft DWS nur 0,45% per annum. Extrem niedrige Verwaltungskosten Zudem ist der Fonds börsennotiert und bei einigen Banken auch sparplanfähig. Statt der üblichen 3% bis 5% Ausgabeaufschlag und mindestens 1% Verwaltungsgebühr knapst der ARERO nur ein halbes Prozent im Jahr von den Erträgen ab. Das macht sich bereits auf kurze Sicht positiv bemerkbar: Seit der Auflegung im Oktober 2008 hat der Fonds um 23,7% zugelegt. Vergleichbare Produkte schafften im Schnitt nur die halbe Performance.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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