Arcelormittal S.A. – kappt Prognose

Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 07.08.2014
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Cleverselect Investments

Der weltweitegrößte Stahlhändler musste aufgrund sinkender Eisenerzpreise seine Jahresprognose revidieren.


Das Unternehmen erwartet in diesem Jahr nur noch ein EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 7 Mrd. $. 

Die Geschäftsführung begründete diesen Schritt mit dem deutlichen Rückgang der Eisenerzpreise. Der Aufwärtstrend im Stahlgeschäft reicht noch nicht aus, um diese Belastung zu kompensieren. 

Arcelor Mittal wollte das Ebitda ursprünglich um 1 Mrd. auf rund 8 Mrd. $ steigern.


 

Das Unternehmen hatte im Gegensatz zu den deutschen Konkurrenten ThyssenKrupp und Salzgitter angesichts lange steigender Erzpreise in den vergangenen Jahren kräftig in den Aufbau seiner eigenen Förderung investiert. 

Die alte Arcelor Mittal-Prognose basierte auf einem Erzpreis von 120 $ pro Tonne . Zuletzt war der Preis für den wichtigsten Rohstoff in der Stahlherstellung allerdings erstmals seit 2012 unter die Marke von 90 $ gefallen. Dies liegt in erster Linie an den Sorgen vor einer Abschwächung des Wachstums in China. Zudem haben viele Bergbaukonzerne in Zeiten steigender Preise neue Förderprojekte begonnen, bei denen der Betrieb inzwischen begonnen hat. So trifft ein größeres Angebot auf eine moderate Nachfrage. In der neuen Prognose rechnet das Unternehmen mit einem Durchschnittspreis von 105 $ in diesem Jahr.

Im zweiten Quartal konnte Arcelor Mittal seinen Umsatz um 2,5% auf 20,70 Mrd. $ steigern. Das Ebitda kletterte um 3,70% auf 1,76 Mrd. $ . Unter dem Strich blieb erstmals seit zwei Jahren wieder ein kleiner Quartalsgewinn von 52 Mio. $ über- nach 780 Millionen Verlust im Vorjahreszeitraum.



 

Für sein Kerngeschäft - die Stahlproduktion - zeigt sich Arcelormittal optimistisch. Auf seinen beiden lange schwachen Hauptmärkten erwartet die Geschäftsführung eine weiter steigende Nachfrage. In Europa soll es in diesem Jahr nun 4% aufwärts gehen, in den USA um 6%. Im Bundesstaat Alabama hatte das Unternehmen zusammen mit Nippon Steel im ersten Quartal das neue Stahlwerk von ThyssenKrupp für gut 1,50 Mrd. $ übernommen. 

Die Börse bewertet das Unternehmen mit aktuell mit 23,30 Mrd. $. Das Ebitda soll in diesem Jahr bei 7 Mrd. $ liegen. Ob aufgrund weiterer massiver Abschreibungen ein größerer Nettogewinn über bleibt, ist alles andere sicher. 

Ein KGV lässt sich nicht seriös ermitteln. 

Testet die Aktie erfolgreich ihre Tiefs im Bereich der 8 Euro-Marke, dann sind die Absicherungskosten überschaubar und man kann eine Position aufbauen.

 

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