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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 29.04.2016

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 29.04.2016:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Apple Inc. – erster Umsatzrückgang seit 13 Jahren

Das US-Schwergewicht Apple musste mit seinen Geschäftszahlen des ersten Quartals den ersten Umsatzrückgang seit 13 Jahren melden. Im ersten Quartal sank der Umsatz um 13% auf 50,55 Mrd. $. Der Nettogewinn gab ebenfalls deutlich nach – er fiel von 13,57 auf 10,52 Mrd. $.

Sorgen bereitet dem Markt vor allem die Entwicklung in China: Nachdem die Region im Geschäftsjahr 2014/15, mit Wachstumsraten von bis zu 70% der wichtigste Wachstumstreiber war, brach im vergangenen Quartal der Umsatz in der Region um 26 % ein. Offensichtlich schlägt die schwache Konjunktur kräftiger auf Apple durch als ursprünglich erwartet. 

Dieser Markt war bzw. ist mit einem Anteil von 25% am Gesamtumsatz besonders wichtig. 

Auch der Ausblick für das laufende zweite Quartal ist enttäuschend: So soll der Umsatz nur zwischen 41 bis 43 Mrd. $ liegen- das ist deutlich unter den durchschnittlichen Markterwartungen von 47 Mrd. $.


 

Es ist zu befürchten, dass sich die iPhone-Kunden künftig mit dem Kauf neuer Geräte weiter zurückhalten könnten, weil der technische Mehrwert immer geringer wird. Wenn die Kunden aber länger an ihren alten Geräten festhalten und nicht, wie früher, schon um 3 Uhr vor den Apple-Stores stehen, um sich das neue Model zu sichern, dann werden die Wachstumsraten entsprechend zurückgehen. 

Die Apple-Aktie ändert sich immer mehr vom Wachstumstitel zur Value-Aktie. Das ist nicht grundsätzlich schlecht, aber es verändert natürlich den Anspruch an die Gewinnentwicklung und damit auch an das KGV - denn niedrigere Wachstumsraten rechtfertigen auch nur ein niedrigeres KGV. 

Die Börse bewertet Apple noch mit stolzen 586 Mrd. $. Demgegenüber steht Gewinn von vielleicht 45 bis 48 Mrd. $. Das 2016 er KGV liegt damit zwischen 12,21 und 13,02.

Für ein derartig riesiges Unternehmen, welches keine Wachstumsraten mehr aufzeigen kann, ist das definitiv nicht mehr günstig. 

Apple bräuchte mal wieder ein richtig neues Produkt, welches sich von der Konkurrenz auch signifikant unterscheidet bzw. einen richtigen Mehrwert liefert. 

Der innovative Kopf des Unternehmens, S. Jobs, verstarb aber leider 2011 an Bauchspeicheldrüsenkrebs. 

Für ein derartig innovatives Unternehmen ist der Verlust von Steve Jobs nicht zu unterschätzen! 

Zur Erinnerung: Nach internen Differenzen verließ Jobs 1985 Apple. 1996 kam er zurück, um das Unternehmen von der Insolvenz zu retten. 

Die goldenen Zeiten von Apple sind vorbei – wir bleiben Zuschauer.




 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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