AMS: Osram-Synergien brauchen noch etwas Zeit!

Veröffentlicht von Landessa AG am 12.11.2020
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

WIRTSCHAFTSINFORMATION

Es gibt Medien, die sind dem Chiphersteller AMS gut gesinnt… und es gibt auch die anderen; dies nennt man richtigerweise Demokratie und Pressefreiheit, alles gut. Summa summarum war klar, dass die Osram-Übernahme nicht ohne Reibungs- und andere Verluste über die Bühne gehen kann. Eine gewisse Geduld muss man nun zwangsläufig aufbringen, auch wenn AMS ohne die Übernahme wohl sehr gut zurechtgekommen wäre… vor allem der Aktienkurs.


Tempi passati, nun gilt es vorwärts zu schauen und die Integration soll ja schnellstmöglich umgesetzt werden. An der ausserordentlichen Generalversammlung wurde die Hürde des „Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages“ genommen. Der nächste Schritt, nämlich der Eintrag ins deutsche Handelsregister, ist lanciert. Gemäss Finanzchef Ingo Bank kann man danach „auf den Startknopf drücken“; dies dürfte aller Voraussicht nach Anfang Januar der Fall sein. „Wir sind gut auf Kurs.“ Die geschätzten Integrationskosten von EUR 400 Mio. könnten zudem tiefer ausfallen und mittelfristig peilt AMS eine EBIT-Marge von über 25% sowie ein zweitstelliges Umsatzwachstum an. Beide Unternehmen sehen sich für die Zukunft sehr gut positioniert.

Was den Zahlenkranz für das 3. Quartal betrifft, gibt es wie gewohnt Licht und einmalig etwas Schatten. Der Umsatz der Gruppe – Osram ist ja erstmals in den Büchern konsolidiert – stieg auf USD 1.43 Mrd., nach USD 679 Mio. im Vorjahresquartal. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBIT) schrumpfte um rund zwei Drittel auf USD 60 Mio. Beim Reingewinn findet sich dann der „Schattenwurf“: Es resultierte ein Verlust von USD -143 Mio., nach einem Gewinn von USD +166 Mio. im Vorjahr. Selbst ohne die Sonderkosten läge der Reingewinn nur bei USD 11 Mio., weil die einverleibte Osram-Tochter rote Zahlen lieferte. Für das laufende 4. Quartal wurde der Ausblick bestätigt. Der AMS-Umsatz soll in den Bereich von USD 650 bis USD 690 Mio. klettern, die operative EBIT-Marge veranschlagt der Konzern bei 24% bis 27%. Die Zeit arbeitet für unser Kursziel von CHF 35!

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