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Veröffentlicht von Redaktion am 09.06.2011

Aller guten Dinge sind drei

Aller guten Dinge sind drei

Nachdem Standard & Poor‘s und Moody‘s bereits angekündigt hatten, das „AAA“- Rating der USA in den kommenden Monaten auf den Prüfstand zu stellen, setzte sich nun auch bei den Kollegen aus dem Hause Fitch die Erkenntnis durch, dass es um die Bonität der USA längst nicht zum Besten bestellt ist. Am gestrigen Donnerstag ließ man verlauten, dass man das Edel-Rating „AAA“ nicht länger aufrecht erhalten könne, wenn sich die US-Regierung mit der Opposition nicht alsbald auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einige.

 

Nach eigenen Angaben verfügt die US-Regierung noch über ausreichend finanzielle Mittel, um den Zahlungsverpflichtungen bis zum 2. August dieses Jahres nachzukommen. Gelingt es bis zu diesem Zeitpunkt nicht, eine Lösung hinsichtlich der Schuldendeckelung (aktuell: 14.300 Mrd. Dollar) zu finden, droht der größten Volkswirtschaft der Welt die Insolvenz. Dass dieses Szenario Realität wird, ist indes nahezu ausgeschlossen. Die Republikaner werden noch eine Weile die Muskeln spielen lassen, dann aber rechtzeitig und unter dankender Entgegenahme zahlreicher Zugeständnisse seitens der Demokraten einlenken. 

Einen gravierenden Schaden richtet das laufende Possenspiel in jedem Fall an. Die Finanzmärkte leben von dem Vertrauen der Marktteilnehmer in die Funktionsfähigkeit und Stabilität des Systems. Die USA drehen in diesem System nach wie vor das größte Rad und eben dieses Rad hat aktuell einen Platten. 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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