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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 10.11.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 10.11.2011:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Alle sorgen sich um Griechenland, aber die Griechen sind nicht der Nabel der Welt

Ordnen Sie den wahren Sachverhalt und die Größenunterschiede bitte richtig ein!

 

Der Anteil der Griechen an der gesamten Wirtschaftsleistung in Europa ist so gering, dass man ihn mit der Lupe suchen muss. Wir haben es in der nebenstehenden Grafik mit einem Kreuz vermerkt. Die Deutschen tun so, als ob davon die Zukunft Europas abhinge. Das gilt ebenso auch für die Schuldenrelationen, auch wenn 100 Mrd. € oder etwas mehr ein optisch sehr hoch erscheinender Betrag ist. Natürlich ist er ärgerlich, aber:

Diese Verschuldung der Griechen war möglich, weil die EU allen Banken die 100 %-Garantie für alle Staatsanleihen in Europa gegeben hat und die Banker dumm genug waren, dem zu glauben. Hätte es diese Garantie nicht gegeben, so hätte Griechenland die Verschuldungsparty auch nicht mit Billigzinsen unter 3 % finanzieren können. Davon ist weder bei der EU etwas zu hören, noch bei den Banken selbst. Und wenn, dann nur mit schüchterner Anmerkung. Diese Blamage kostet die bekannten Verluste. Damit wird das Thema ausdrücklich nicht verniedlicht oder klein geredet, aber wir legen Wert darauf, dass Sie die tatsächlichen Relationen richtig sehen.

Die Abkühlung der Konjunktur, Delle genannt, ist mit dem Auftragsrückgang im August schon sichtbar geworden. Der September dürfte das Gleiche aufweisen. Damit verlängert sich die Dauer der Delle um ca. 2 bis 3 Monate und wird ihren Tiefstwert wohl nicht vor März/April erreichen. Dies hängt davon ab, wie die endgültigen Konditionen für den Rettungsplan für Griechenland aussehen. Die Sachverständigen kommen zu einem moderaten Urteil. Wagt man einen Querschnitt durch alle Prognosen, ergibt sich eine Abnahme des deutschen Wachstums auf eine Durchschnittsquote von etwa 1,3 bis 1,4 % nach 2,5 bis 2,8 % in diesem Jahr, jeweils annualisiert gerechnet. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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