Das unabhängige Börsenbriefportal
Dummy user
Veröffentlicht von Steffen Boller am 26.07.2012

Aktien: Die Mutter aller Wertpapiere

Aktien: Die Mutter aller Wertpapiere

Die meisten Menschen kennen den Begriff „Aktie“, wenn auch die Deutschen vergleichsweise nicht ganz so viel damit anfangen können wie z.B. die Amerikaner, für die Aktieninvestitionen wesentlich eher zum Allgemeinwissen gehören. Woher kommen Aktien und welche Unterschiede gibt es?

Die erste deutsche Aktiengesellschaft war die Dillinger Hütte, die 1809 gegründet wurde. Damals gab es Aktien noch und auch ausschließlich als effektive Wertpapiere, man hatte also ein tatsächliches haptisches Wertpapier in der Hand was den Wert verbriefte. Eine Aktie stellt also einen Anteil an einem Unternehmen, konkret an einer Aktiengesellschaft dar.

Wird eine AG gegründet, wird in Abhängigkeit von dem hinterlegten Grundkapital (mindestens 50.000 Euro) auch festgelegt, wie viele Aktien es geben soll, hieraus ergibt sich der Nennwert pro Aktie. Es gibt auch nennwertlose Aktien die einem bestimmten Anteil am Grundkapital entsprechen, dies ist heute aber eher unüblich.
Auch bei einer Kapitalerhöhung können neue Aktien emittiert werden, d.h. so genannte „junge Aktien“ werden herausgeben. Vorbesitzer erhalten hierbei ein spezielles Bezugsrecht.

Das deutsche Aktiengesetz (AktG) definiert für den Inhaber einer Aktie konkret einen Bruchteil des Grundkapitals und die Rechte und Pflichte welche Aktionäre gegenüber der Gesellschaft haben. Damit haben Aktienbesitzer Recht auf einen Anteil am Jahresüberschuss (sofern die Hauptversammlung beschließt etwas als so genannte Dividende auszuschütten). Darüber hinaus gibt es Kontrollrechte, das Recht auf die Teilnahme an der Hauptversammlung (neben Vorstand und Aufsichtsrat ein wichtiges Organ der AG) und das Recht auf einen Anteil am Liquidationserlös bei Insolvenz des Unternehmens.

Um Aktien zu erwerben und zu handeln benötigt man heute ein Depot bei einer Bank. Dort werden Wertpapiere digital verwahrt. Eine gute Übersicht gibt es u.a. auf aktiendepot.com, hier kann man sich einen passenden Anbieter heraussuchen und nach der Depoteröffnung ganz einfach mit dem Aktienhandel beginnen – oft sogar per App! Natürlich gibt es noch eine Vielzahl von anderen Wertpapieren die gehandelt werden können, Fonds und Rentenpapiere z.B. sind etwas sicherere Papiere, Vorsicht ist dagegen bei Derivaten angesagt!

In jedem Fall sollten Sie sich vor Ihrer Investition gründlich informieren und genau überlegen, in welche Unternehmen Sie ihr Geld langfristig investieren möchten. Börsenbriefe wie hier vorgestellt können Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen, ersetzen jedoch keinen gesunden Menschenverstand.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


© Lettertest.de - Alle Rechte vorbehalten. Datenschutz Impressum Gütesiegel