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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 16.05.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 16.05.2014:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Air Berlin PLC – verfehlt erneut Erwartungen

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat in dieser Woche erneut die Anleger mit einem dreistelligen Millionenverlust enttäuscht.

Im ersten Quartal lag der Verlust bei 209,80 Mio. €. Dies sind 18 Mio. € mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Selbst, wenn man Zinsaufwendungen und Abschreibungen herausrechnet, bleibt ein Verlust von 182,80 Mio. €.

Auch der Umsatz entwickelte sich enttäuschend. Nach 791,80 Mio. € im Vorjahreszeitraum, konnte im ersten Quartal 2014 nur ein Umsatz von 761,80 Mio. € erzielt werden.

Für den Umsatzrückgang hatte die Geschäftsführung eine plausible Erklärung –Ostern fiel in diesem Jahr auf den 20.04.2014 und kann sich damit erst auf die Zahlen des zweiten Quartals auswirken. Dies mag zwar plausibel den Umsatzrückgang erklären, aber nicht einen derartig hohen Verlust.



Vorstandchef Wolfgang Prock-Schauer gab wieder nichts neues von sich und verwies auf die laufende Restrukturierungsmaßnahmen. Allerdings laufen diese bereits seit einigen Jahren und konnte nicht eine Trendwende einleiten.

Mit der Ausgabe von Anleihen im Gesamtwert von rund 250 Mio. € und der Zeichnung einer Wandelanleihe durch Etihad, die dem Unternehmen weitere 300 Mio. € einbrachte, bleibt Air Berlin wenigstens liquide.

Allerdings wird es höchste Zeit, dass sich das Unternehmen selbst trägt. Der Retter und Großaktionär Etihad wird auch nicht bereit sein immer wieder derartige Summen zur Verfügung zu stellen.



Die Börse bewertet das Unternehmen mit aktuell 189 Mio. €. Mit einem Gewinn ist auch in diesem Jahr nicht zu rechnen, siehe Grafik Gewinnentwicklung. Ein KGV lässt sich nicht berechnen bzw. es ist negativ.

Das Unternehmen bleibt eine Baustelle und wäre ohne Etihad schon längst pleite.

Die Air Berlin-Aktie notiert knapp über der Unterstützung im Bereich von 1,35 €. Prallt die Aktie hier ab, dann kann man hochspekulativ, mit Kursziel des nächsten Widerstands im Bereich der 2 Euro-Marke, einsteigen.

Dies ist rein charttechnisch – fundamental bleibt die Aktie ein klarer Verkauf, siehe Grafik Gewinnentwicklung.
 

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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