Ahold N.V – operativ weiter schwach

Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 06.06.2013
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Cleverselect Investments

Hollands größter Einzelhandelskonzern, die Ahold N.V., legte in dieser Woche ihre Quartalszahlen vor und enttäuschte die Märkte.


Die Umsätze kletterten in den ersten drei Monaten um 4,10% auf 10,12 Mrd. €. Auf den beiden wichtigsten Märkten, den Heimatmarkt und die USA, stiegen die Umsätze flächenbereinigt um 2 bzw. 2,10%.



Das EBIT (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) brach um 16,50% auf 345 Mio. € ein. Abzüglich der Belastung durch die neue Regelung bei den US-Pensionszahlungen, liegt das operative Ergebnis noch auf Vorjahresniveau.

Der Konzernüberschuss schoss Dank des Verkaufs der Beteiligung an der schwedischen Supermarktkette ICA von 285 Mio. € auf 1,95 Mrd. € nach oben. Der Verkauf trug 1,75 Mrd. € zum Konzernüberschuss bei.

Einen Großteil des Geldsegens will Vorstandchef Boer an die Aktionäre weiterreichen, indem er das bestehende Aktienrückkaufprogramm von 500 Mio. € auf 2 Mrd. € aufstockt. Der Markt war enttäuscht – nach der Publikation der Geschäftszahlen verlor die Aktie über 3%. Das operative Geschäft hat sich nicht bessert- auch wenn man den Effekt der US-Pensionszahlungen herausrechnet.



An der Börse wird das Unternehmen mit 12,50 Mrd. € bewertet. Der Nettogewinn lag 2012 bei 940 Mio. €. 2013 sollen es operativ über 1 Mrd. € werden. Demnach liegt das KGV bei rund 12, was noch vertretbar wäre.

Bevor wir hier einsteigen, legen wir uns lieber die Metro-Aktie ins Depot. Hier ist die Bewertung deutlich günstiger und die Risiken überschaubarer.

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