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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 21.12.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 21.12.2012:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Adobe Systems Inc. – gewagter Ausblick

Das im kalifornischen San Jose ansässige und im Jahre 1982 gegründete Unternehmen ist nicht nur durch sein plattformübergreifendes PDF-Format populär, sondern auch im Bereich der digitalen Bildbearbeitung mit Photoshop und zahlreichen anderen Softwarewerkzeugen sehr gut vertreten.

Der Unternehmen legte in dieser Woche seine Quartalszahlen vor und wagte einen Ausblick für das Jahr 2013 und 2014.

Der Umsatz blieb mit 1,153 Mrd. $ im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,152 Mrd. $ praktisch unverändert. Allerdings zog der Gewinn deutlich an – dieser lag mit 222,30 Mio. $ 27,97% über dem Vorjahreswert von 173,70 Mio. $.



Der ordentliche Gewinnanstieg bei praktisch unveränderten Umsätzen ist auf das in 2011 beschlossene Sparprogramm zurückzuführen.

Der Umbau des Geschäftsmodells verlief bis dato erfolgreich. Das Unternehmen setzt nicht mehr auf Lizenzgebühren, sondern auf Creative Cloud. Über Creative Cloud zahlen die Privatkunden und Firmen keine Lizenzgebühren mehr, sondern zahlen einen monatlichen Abobeitrag, um die Softwareangebote über das Internet nutzen zu können.

Die Resonanz der Creative Cloud ist besser als erwartet, so CEO Shantanu Narayen.

Die Zahl der zahlenden Creative Cloud Nutzer konnte im jüngsten Quartal auf 326.000 gesteigert werden. Pro Woche kamen im Schnitt 10.000 Nutzer hinzu. Im Vorquartal konnten noch nur 8.000 neue Nutzer akquiriert werden.
Adobe verfügt insgesamt über 1,25 Mio. Creative Claud-Nutzer. Insgesamt steuerte das Creative Claud-Geschäft 686 Mio. $ zum Umsatz bei.
Nach den ursprünglichen Planungen der Geschäftsführung sollte der Wechsel von Lizenzgebühren auf abobasierte Geschäftsmodell vier Jahre in Anspruch nehmen.

Auf Basis der jüngsten Erfolge könnte der Prozess früher abgeschlossen werden, so Adobe-Finanzchef Mark Garrett.

Im Gesamtjahr lag der Gewinn bei 832,77 Mio. $. Der Gesamtumsatz lag bei 4,40 Mrd. $. Das Unternehmen wagt nicht nur eine Prognose für 2013, sondern auch gleich für 2014. In der heutigen Zeit eine Prognose über zwei Jahre zu treffen, ist schon fast als unseriös zu interpretieren. Für 2013 erwartet die Geschäftsführung einen Umsatz von 4,10 Mrd. $ und einen Gewinn von 840 Mio. $. Für 2014 soll der Umsatz bei 4,54 Mrd. $ und der Gewinn 1,074 Mrd. $ liegen.

An der Börse wird das Unternehmen aktuell mit 22,44 Mrd. $ bewertet. Das KGV für 2012 liegt also bei 26,94. Für 2013 gilt ein KGV von 26,71, für 2014 von 20,89 – vorausgesetzt die Prognosen treffen auch ein! Die Aktie notiert, ähnlich wie die Indizes, auf einem hohen Niveau bzw. rund 25% unter Allzeithoch, siehe Chart.

Auf diesem Niveau wollen wir noch nicht einsteigen. Diejenigen, die es nicht abwarten können, sichern sich per SL unter 35 $ ab.
 

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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