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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 02.10.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 02.10.2014:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Adidas AG – Aktienrückkaufprogramm

Nach den jüngsten zwei Gewinnwarnungen hat der Sportartikelhersteller ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,70 Mrd. € gestartet. Das Aktienrückkaufprogramm soll bis Ende 2017abgeschlossen sein.

1,70 Mrd. € hört sich viel an, aber wir reden hier von rund 40 Monaten oder von 42,50 Mio. € im Monat oder von 2,12 Mio. € je Handelstag. Bei einem durchschnittlichen Tagesumsatz von rund 100 Mio. € halten sich 2,12 Mio. € doch noch sehr in Grenzen. 

Das Aktienrückkaufprogramm stützt die Adidas-Aktie natürlich, darf aber nicht überbewertet werden.


 

Den jüngsten Gewinnwarnungen zur Folge kann das hochgesteckte Gewinnziel von 830 bis 930 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr noch nicht einmal ansatzweise erreicht werden – die Geschäftsführung geht inzwischen nur noch von einem Gewinn von 650 Mio. € aus. 

Auch der Umsatz der eigentlich im hohen einstelligen zulegen sollte, wird nur im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen. Als Grund dafür nannte das Unternehmen das schlechte Geschäft mit Golf-Mode und -Ausrüstung und Währungsprobleme in Russland. 

Allerdings sind „die jüngsten Entwicklungen des russischen Rubels“, wie es in einer Mitteilung von Adidas hieß, nicht der einzige Grund für die plötzliche Korrektur der Ziele. Die Probleme des Unternehmens hängen nicht nur mit der Krim-Krise zusammen, sondern sie sind auch hausgemacht.
Denn Adidas hat nicht das erste Mal Probleme in Russland. Bereits 2013 musste man seine Gewinnprognose kassieren – ebenfalls wegen Problemen in Russland. Damals nannte Adidas neben den Währungskursen auch Vertriebsprobleme als Grund - und diese hatten nichts mit dem aktuellen Konflikt zu tun.



 

Für Adidas ist die Entwicklung auf dem russischen Markt ein Desaster – nicht nur im Hinblick auf die langfristigen Ziele des Unternehmens. Denn die korrigierte Gewinnprognose stellt nicht nur das Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr in Frage, sondern auch den Fünf-Jahres-Plan, die sogenannte „Route 2015“. Diese Ziele seien nun nicht mehr zu erreichen, räumte die Geschäftsführung ein. 

Die Adidas-Aktie wird aktuell mit 12,40 Mrd. € bewertet. Liegt der Gewinn am Jahresende tatsächlich bei 650 Mio., dann beträgt das KGV immer noch 19,07, was nicht mehr günstig ist. 

Geraten die Indizes weiter unter Druck, wovon man im Hinblick auf die Charttechnik ausgehen muss, dann wird sich die Adidas-Aktie noch weiter fallen, was man dann zum Einstieg nutzen kann.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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